Nachtragshaushalt des Westerwaldkreises zeigt Auswirkungen der Pandemie - Großer Einbruch erst in den Folgejahren erwartet: Kreishaushalt zeigt: Corona trifft finanziell alle Lebensbereiche
Westerwaldkreis. Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie werden die finanziellen Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen immer spürbarer. Der unlängst beschlossene Nachtragshaushalt des Westerwaldkreises zeigt deutlich, dass alle Lebensbereiche von den Kontaktbeschränkungen und den Folgen des vorübergehenden Lockdowns betroffen sind. Es wurden deutlich weniger Autos zugelassen, Musikunterricht und VHS-Kurse fielen aus, die kreiseigenen Museen konnten nur einen Bruchteil ihres geplanten Programms anbieten, Gesundheits- und Sozialämter brauchten deutlich mehr Mittel, als ursprünglich in den Haushaltsplänen veranschlagt waren. Diese Beispiele sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs, wie Landrat Achim Schwickert bei der Präsentation des Kreisetats herausstellte. Die finanziellen Folgen von Kurzarbeit und Umsatzeinbrüchen in der Wirtschaft werden die Kommunen erst mit zeitlicher Verzögerung treffen.
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Hintergrund: Die Auswirkungen auf den Kreisetat sind im laufenden Jahr noch vergleichsweise harmlos, da die Einnahmen der Kommune stets auf dem Steueraufkommen der Vorjahre basieren. Die Ortsgemeinden und Städte führen die sogenannte Umlage an den Kreis und die Verbandsgemeinden ab.