Das "Judas-Feuer" soll eigentlich der religiösen Brauchtumspflege dienen. Die Kirchen halten es jedoch mittlerweile für nicht mehr zeitgemäß. Thorsten Ferdinand
Die Ankündigung eines Judas-Feuers in Girod sorgte in der Karwoche für Schlagzeilen, da in der Anzeige fälschlicherweise mit „Musik“ geworben wurde. Nun gibt es im Nachgang weitere Kritik an der Veranstaltung.
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Im Nachgang des Judas-Feuers in Girod distanzieren sich die beiden großen christlichen Kirchen von der Veranstaltung, die laut Anmeldung der religiösen Brauchtumspflege diente. Während das Bistum Limburg erläutert, warum es das Verbrennen einer menschenähnlichen Puppe für nicht mehr zeitgemäß hält, verurteilt das evangelische Dekanat Westerwald den Brauch aufgrund seines antisemitischen Hintergrunds.