
Für das Jahr 2023 haben die Gremien der Verbandsgemeinde die bestehenden Förderprogramme erneut erweitert. Im Rahmen der Förderung energetischer Sanierungen werden beispielsweise Maßnahmen zur Dachdämmung bezuschusst. „In Zeiten explodierender Energiepreise helfen die Zuschüsse für solche und ähnliche Maßnahmen sowohl den Bürgern als auch dem Klima“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Die erstmalige Erweiterung des Förderprogramms zur Stärkung und Belebung der Ortskerne um den Förderschwerpunkt „Energetische Sanierung“ ab 2022 sei ein voller Erfolg gewesen: „Stolze 19 Förderanträge der insgesamt 28 im Rahmen des Förderprogramms eingegangenen Anträge bezogen sich auf energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle. Die übrigen neun Anträge galten überwiegend dem barrierefreien Aus- und Umbau in Form von barrierefreien Badezimmern, rollstuhlgerechten Durchgängen bis hin zum Einbau von privaten Liftanlagen. Auch im laufenden Jahr stehen wieder Fördermittel für das Programm zur Verfügung.“
Zusätzlich hat die Verbandsgemeinde vier weitere Förderschwerpunkte zu Klimaschutz und Klimaanpassung aufgenommen. Diese betreffen den Bau von Zisternen und Versickerungsmöglichkeiten, die Verwendung versickerungsfähiger Baumaterialien, die Umwandlung von Schottergärten in Pflanzgärten und die Anlage von Gründächern.
„Die neuen Einzelprogramme bieten unseren Bürgern Anreize, ihre Grundstücke klimafreundlicher zu gestalten“, sagt die Klimaschutzmanagerin der VG Bad Marienberg, Helena Frink. „Während die Regenwassernutzung mithilfe von Zisternen die Eigentümer für die zukünftigen Trockenperioden rüstet, sorgen die Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten sowie die Entsiegelung von Flächen und ihre Begrünung für eine Minderung der Auswirkungen von Extremereignissen wie Starkregen oder Hitzewellen. Nicht zuletzt profitiert auch die Artenvielfalt von solchen Maßnahmen.“
In Zeiten explodierender Energiepreise helfen die Zuschüsse für solche und ähnliche Maßnahmen sowohl den Bürgern als auch dem Klima.
So heißt es in einer Presseinformation der VG Bad Marienberg.
Die neuen Fördergegenstände können mit maximal 500 Euro bezuschusst werden, die exakten Förderkonditionen sind der entsprechenden Richtlinie auf der Internetseite der Verbandsgemeinde zu entnehmen.
Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit der Förderung aus dem Programm zur Nutzung erneuerbarer Energien, das der Pressemitteilung zufolge bereits seit 1995 fester Bestandteil der Förderpraxis in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg ist.
Auch diese Richtlinie sei um einen weiteren Fördergegenstand erweitert worden: „Seit dem 1. Januar werden zusätzlich zu den Wärmepumpen als Heizsystem sogenannte Warmwasser-Wärmepumpen zur ausschließlichen Warmwasserzubereitung pauschal mit 250 Euro bezuschusst. Diese sind bevorzugt für Haushalte zu empfehlen, für die sich Wärmepumpen als alleinige Heizquelle nicht eignen, oder aber zur Unterstützung des bestehenden Heizsystems. Die Warmwasser-Wärmpumpe ist günstiger als eine klassische Luft-/Wasser-Wärmepumpe, kann unabhängig vom Heizsystem betrieben werden und damit zu einer Einsparung fossiler Brennstoffe führen. In Kombination mit einer Fotovoltaikanlage ist die Warmwasser-Wärmepumpe eine besonders effiziente Lösung. Die Warmwasserbereitung kann über den selbst erzeugten Ökostrom erfolgen, das eigentliche Heizsystem könnte in diesem Fall über die Sommermonate sogar abgeschaltet werden.“
Die Antragstellung für alle genannten Fördergegenstände ist seit Beginn dieses Jahres möglich. Die entsprechenden Formulare und die dazugehörigen Rechtsgrundlagen kann man unter www.bad-marienberg.de/bauen-gewerbe-umwelt/sanierung-lohnt-sich herunterladen. Wichtig ist, dass man die Voraussetzungen für die Bewilligung der jeweiligen Fördermittel beachtet. So sind alle Förderanträge vor Beginn der geplanten Maßnahmen zu stellen. red
Fragen rund um die Förderprogramme der Verbandsgemeinde Bad Marienberg beantwortet Klimaschutzmanagerin Helena Frink unter Telefon 02661/626 83 03 und E-Mail helena.frink@bad-marienberg.de
