Ausstellung zu Missbrauch
Wie ist das, jeden Tag das Gesicht des Täters zu sehen?
Die Ausstellung „Betroffene zeigen Gesicht“ machte in der katholischen Pfarrkirche St. Martin schmerzhaft deutlich, wie sexueller Missbrauch in der Kindheit und Jugend durch angesehene Kirchenvertreter Zukunft und Leben Betroffener bis heute belastet. Ein bedrückender Beitrag zu mehr Prävention.
Bernd-Christoph Matern

Menschen, die als Kinder sexuellen Missbrauch im kirchlichen Raum erlebt haben, zeigen ihr Gesicht. Und das ausgerechnet in einer Kirche. Ein Ausstellungsbesuch, der Spuren hinterlässt. 

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„Betroffene zeigen Gesicht“ war der Titel einer Ausstellung, die in der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Bad Ems Menschen zu Wort kommen ließ, die als Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht wurden. Im Gotteshaus erschütterten die in fast 20 Bilderrahmen gefassten Zeugnisse von Menschen, denen in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt von Vertretern der Kirche angetan und damit Lebenswege und Zukunft zerstört wurden.

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Rhein-Lahn-ZeitungKultur

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