Tipps zur klugen Bevorratung von Trinkwasser und Lebensmitteln - Vorbereitung hilft auch bei anderen Notfällen
Was tun bei länger andauerndem Stromausfall? Kreisverwaltung gibt Tipps
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Bislang treten in Deutschland vergleichsweise selten Stromausfälle auf. Die Häufung extremer Wetterlagen und die Zunahme dezentraler Stromeinspeisung in Verbindung mit der Ausweitung der Stromhandelsaktivitäten erhöhen aber das Risiko großflächiger und länger andauernder Ausfälle. Darauf macht die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung aufmerksam.

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Eine solche Situation hätte erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben. Einkaufen wäre nicht mehr möglich, weil Kassen und Türen von Märkten den Dienst versagen. Zu Hause säßen die Betroffenen möglicherweise im Kalten und Dunkeln, wenn Licht und Heizung nicht mehr funktionieren. Fernsehgeräte, PCs und Radios wären außer Betrieb. Kühl- und Gefriergeräte würden abtauen, die darin gelagerten Lebensmittel verderben. Das Telefonfestnetz stünde innerhalb kurzer Zeit nicht mehr zur Verfügung, die Mobilfunknetze wären voraussichtlich überlastet. Es ließe sich eine Vielzahl weiterer Beispiele finden.

Zwar wären unter anderem Feuerwehren – die Gerätehäuser der Feuerwehren werden zum Absetzen von Notrufen nach 30 Minuten Stromausfall besetzt –, Polizei, Technisches Hilfewerk und zahlreiche Hilfsorganisationen im Einsatz, auch spezielle Einheiten des Betreuungs-, Verpflegungs- und Sanitätsdienstes stünden zur Verfügung.

Trotzdem sollte sich jeder Haushalt so vorbereiten, dass er einige Tage ohne Hilfe von außen auskommt, rät die Kreisverwaltung und gibt einige Tipps.

  • Die Heizung fällt aus: Mit warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben.
  • Das Licht ist aus: Halten Sie einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (zum Beispiel eine Kurbeltaschenlampe oder auch Solar- und LED-Leuchten) sowie Ersatzleuchtmittel, Batterien, Streichhölzer oder Feuerzeuge, Kerzen et cetera im Haus.
  • Die Küche bleibt kalt: Kleinere Mahlzeiten können auf dem Campingkocher zubereitet werden. Nutzen Sie einen Garten- oder Tischgrill (Vorsicht: nicht in der Wohnung).
  • Legen Sie sich ausreichende Vorräte an Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln an. Achten Sie auf die richtige Lagerung und gute Haltbarkeit.
  • Beachten Sie dabei gegebenenfalls auch Unverträglichkeiten und Vorlieben – und vergessen Sie Ihr Haustier nicht.

Weitere Hinweise:

  • Denken Sie an ein batteriebetriebenes Radio, mit dem Sie sich über Informationen der behördlichen Krisenstäbe und der Stromversorger auf dem Laufenden halten können.
  • Sie sollten ausreichend Bargeld im Haus haben, da bei einem Stromausfall die Geldautomaten ebenfalls nicht funktionieren. red

Weitere Informationen für die persönliche Vorbereitung gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, etwa im Faltblatt „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“, www.bbk.bund.de.

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