Anja Beeres an der Spitze von jetzt 13-köpfigem Vorstand - Junge Leute für Kirchensynode
Wahlmarathon zu Beginn der Amtszeit: Synode wählt Anja Beeres an die Spitze des Vorstands

Rhein-Lahn. Mit einem viereinhalbstündigen Wahlmarathon ist die Synode des Evangelischen Dekanats Nassauer Land in die neue sechsjährige Amtszeit gestartet. Zwischen der Morgenandacht von Hahnstättens Gemeindepfarrer Urs Michalke und dem Schlusssegen von Dekanin Renate Weigel gab es insgesamt zehn Wahlen. 30 Personen übernahmen Verantwortung in vier wichtigen Gremien.

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Nach den Kirchenwahlen vom vergangenen Jahr gab es in dem regionalen Kirchenparlament eine Reihe neuer Gesichter, die unter Einhaltung strenger Corona-Schutzmaßnahmen in die Gemeindehalle nach Hahnstätten gekommen waren. Die Tagung wurde live ins Internet übertragen. Mit 71 anwesenden von insgesamt 87 Stimmberechtigten war das Gremium beschlussfähig.

Zunächst stand die Wahl des Dekanatssynodalvorstandes (DSV) auf der Tagesordnung. Einstimmig votierte die Synode für Anja Beeres als Vorsitzende des Gremiums. Die 55-Jährige aus Obertiefenbach steht seit 1999 (damals noch im Dekanat St. Goarshausen) an der Spitze der Dekanatssynode.

Damals wie heute gehe es ihr darum, Kirche aktiv mitzugestalten und zu entwickeln, „weil ich gern Mitglied der Evangelischen Kirche bin“, sagte sie in ihrer Vorstellung. Geprägt sei sie vom ökumenischen Taizé-Gedanken „Gott ist Liebe“. Gerade im erst 2016 gegründeten Dekanat Nassauer Land, eines der geografisch größten in der Landeskirche, gebe es noch viel zu tun, auch im Zusammenwachsen. Im Team des Synodalvorstandes sei es gut gelungen, die Aufgaben zu verteilen. „Keiner muss alleine tragen“, so Beeres.

Was es an mannigfachen Aufgaben zu verteilen gilt, davon erhielten die Dekanats-Delegierten aus den mehr als 50 Kirchengemeinden einen kleinen Eindruck, als Beeres begründete, warum der DSV beschloss, das Gremium von elf auf 13 Mitglieder zu erhöhen. Der Beschluss basierte nicht nur auf der Überzeugung, dass möglichst viele Regionen und Lebensmilieus dort repräsentiert sein sollen. Der Zukunftsprozess ekhn2030, die Entwicklung der Nachbarschaftsräume, das Gebäude-Management, die Kindertagesstätten in Dekanatsträgerschaft, die Personalverantwortung und nicht zuletzt steigende Anforderungen und Aufgaben an die Verwaltung hätten den DSV bewogen, „dass noch zwei Schultern dazu kommen können“. Zusätzlich muss der DSV derzeit die Arbeit für zwei Kirchenvorstände übernehmen, in deren Gemeinden keine Wahlen stattfinden konnten.

Froh zeigte sich Beeres, dass sich genügend Menschen bereiterklärten, für diese Erweiterung des Vorstandes zu kandidieren, dem Dekanin Weigel (ab Mai ist das Pfarrerin Kerstin Janott aus Langenscheid) und ihre Stellvertretung automatisch angehören. Diese Personen wurden nach Vorstellungsrunden aller Bewerbenden in geheimen Wahlen in den neuen DSV gewählt: Monika Bartels (Hahnstätten), Patrick Becker (Becheln), Pfarrer Markus Bomhard (Nastätten) Christa Breithaupt (Reitzenhain), Pfarrer Manuel Fetthauer (Altendiez), Annett Kitschke (Kaltenholzhausen), Pfarrer Ingo Lüderitz (Diez), Pfarrerin Mariesophie Magnusson (Nassau), Uwe Norwig (Hambach) und Dr. Ulrich Werner (Miehlen); letzterer wurde auch zum stellvertretende DSV-Vorsitzenden gewählt.

Jungen Schwung bekommt die Kirchensynode der EKHN aus dem Nassauer Land. Neben Astrid Ellermann (Aull) und Pfarrerin Nicole Wiehler (Gemmerich) erhielten der 20-jährige Max Fischer (Klingelbach) und der 24-jährige Josua Keidel (Kaub) die meisten Stimmen, um in der Landeskirche künftig mit zu beraten und zu bestimmen. Bärbel Goerke (Reichenberg), Pfarrerin Yvonne Fischer (Friedland) und Frank Puchtler (Oberneisen) hatten nicht mehr für die Ämter kandidiert.

In geheimer Wahl wurden auch drei Mitglieder für den Vorstand der Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald bestimmt. Die meisten Stimmen erhielten Patrick Becker (Becheln), Bärbel Goerke (Reichenberg) und Pfarrer Benjamin Graf (Lahnstein), die auf Nachfragen aus der Synode versprachen, sich für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und der Regionalverwaltung einzusetzen. Als Mitglieder in den Trägerausschuss der Evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat (EvKid) wurden Pfarrerin Melanie Schneider (Holzappel), Uwe Norwig (Hambach) und Sina Nink (Schönborn) gewählt.

Bis auf den Dekanatssynodalvorstand mussten die Synodalen für alle Gremien Stellvertreter und Stellvertreterinnen wählen. Wie schon im Vorfeld der Synode soll es auch am 10. Februar noch einmal ein Zoom-Treffen für deren Mitglieder geben, um sich besser kennen zu lernen und Orientierung für die inhaltliche Ausrichtung des Dekanats zu gewinnen.

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