In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 erreichte der Leifheit-Konzern demnach einen Umsatz von 65,9 Millionen Euro nach 70,3 Millionen Euro im ersten Vorjahresquartal. Der Umsatzrückgang von 6,2 Prozent lag im Rahmen der Erwartungen und ist vor allem auf einen Basiseffekt im Vergleichszeitraum zurückzuführen, in dem Discounter-Aktionen für einen erheblichen Umsatzbeitrag gesorgt hatten. Der Distributionsausbau in wichtigen europäischen Kernmärkten und das Wachstum im E-Commerce-Kanal konnten dies teilweise kompensieren.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Ebit) im ersten Quartal 2024 konnte auf 3,4 Millionen Euro gesteigert werden (erstes Quartal 2023: 2,3 Millionen Euro). Dies ist hauptsächlich auf die gestiegene Bruttomarge zurückzuführen, die sich um 4,2 Prozentpunkte auf 44,7 Prozent (Quartal 1 2023: 40,5 Prozent) verbesserte. Neben positiven Produktmixeffekten aufgrund der Fokussierung auf in Europa hergestellte Produkte führten Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen zu positiven Kosteneffekten.
Ausgaben für Seefracht kompensiert
Diese konnten die seit Anfang des Jahres deutlich gestiegenen Preise für Seefrachten kompensieren. Nach Abzug der Steuern ergab sich für das erste Quartal 2024 ein Periodenergebnis von 2,2 Millionen Euro (2023: 1,3 Millionen Euro). Der Free Cashflow konnte im ersten Quartal auf 1,0 Millionen Euro (2023: minus 3,4 Millionen Euro) gesteigert werden.
Alexander Reindler, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG, erklärt: „Der Leifheit-Konzern ist solide in das Geschäftsjahr 2024 gestartet, wobei der Umsatz wie erwartet aufgrund fehlender Aktionen bei Discountern unter dem Vorjahreslevel lag. Nichtsdestotrotz sind wir klar auf Kurs und werden uns im zweiten Quartal auf verstärkte Werbeaktivitäten für margenstarke Kernprodukte aus den Fokuskategorien Reinigen und Wäschepflege konzentrieren. Dabei zielen unsere Aktivitäten auch auf den Ausbau des E-Commerce-Geschäfts ab, das sich bereits im ersten Quartal sehr gut entwickelt hat.“
Im Segment Household verzeichnete der Leifheit-Konzern im ersten Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von 5,2 Prozent auf insgesamt 55,4 Millionen Euro (2023: 58,5 Millionen Euro). Der Anteil des Segments am Konzernumsatz belief sich im Berichtszeitraum entsprechend auf 84,1 Prozent nach 83,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Vor dem Hintergrund fehlender Aktionen bei Discountern im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Kategorien Wäschepflege und Reinigen einen Rückgang.
Daneben verbuchte der Leifheit-Konzern im Segment Wellbeing mit der Marke Soehnle einen Umsatz von 3,9 Millionen Euro (erstes Quartal 2023: 4,2 Millionen Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent gegenüber dem ersten Vorjahresquartal vor dem Hintergrund von Sortimentsanpassungen. Der Umsatz im Segment Private Label, in dem Handelsmarken durch die französischen Tochtergesellschaften Birambeau und Herby vertrieben werden, blieb im ersten Quartal 2024 mit einem Rückgang um 13,5 Prozent auf 6,6 Millionen Euro deutlich hinter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2023: 7,6 Millionen Euro) zurück. Ein Grund hierfür war vor allem die geringere Anzahl an Aktionen von Vertriebspartnern.
Vor dem Hintergrund der robusten Liquiditätssituation hat der Vorstand am 2. Mai 2024 ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 8,5 Millionen Euro (ohne Erwerbsnebenkosten) beschlossen. Damit sollen die Aktionäre über die Dividende hinaus an der guten Liquiditätssituation der Gesellschaft teilhaben.
Neue Impulse werden erwartet
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr ergänzt Alexander Reindler: „Wir werden ab Juni 2024 eine neue, ganzheitliche Unternehmensstrategie implementieren mit Fokus auf Kernkompetenzen, profitables Wachstum und Kosteneffizienz, um den Leifheit-Konzern nachhaltig erfolgreich aufzustellen. Dazu werden wir uns sowohl auf gezielte Investitionen in die Marke Leifheit, eine deutlich stärkere Internationalisierung als auch den starken Ausbau des E-Commerce-Geschäfts konzentrieren. Durch den Launch weiterer Produkte in der Black Line erwarten wir positive Impulse für unser Geschäft. Zudem planen wir, im Juli 2024 eine bedeutende Produktinnovation in der Kategorie Reinigen auf den Markt zu bringen.“
Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2024 steht im Einklang mit den im März veröffentlichten Erwartungen der Leifheit AG für das Gesamtjahr 2024. Der Vorstand bestätigt die Prognose und erwartet für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin ein leichtes Wachstum des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahreswert. Daneben rechnet der Vorstand mit einem Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Ebit) im Korridor zwischen 10 und 12 Millionen Euro und einem positiven Free Cashflow von etwa 10 Millionen Euro. red

