Die Handlung entführte die Zuschauer in die Welt der kleinen Clara, die am Weihnachtsabend von ihrem Onkel Drosselmeyer einen Nussknacker geschenkt bekommt. Im Traum erwacht der Nussknacker als Prinz zum Leben und entführt Clara in eine märchenhafte Wunderwelt, wo Träume lebendig werden.
Das Ensemble, bestehend aus 103 Tänzerinnen und Tänzern im Alter von drei bis Ü 60, beeindruckte das Publikum mit einer herausragenden Darbietung des Ballettklassikers von Tschaikowsky. Dabei trugen die 177 größtenteils handgefertigten Kostüme maßgeblich zur visuellen Pracht der Aufführung bei und unterstrichen die Liebe zum Detail. Perfekt auf die Choreografie abgestimmt, verliehen die schönen Kostüme der Vorstellung eine besondere Ästhetik.
Feuerwerk der Fantasien
Sara und Paul Cocker und Louisa Luhn präsentierten mit ihrer zauberhaften Inszenierung ein Feuerwerk an Ideen und Fantasien, basierend auf exzellenter Balletttechnik. Die Koblenz School of Ballet unterrichtet nach der bewährten Lehrmethode der Royal Academy of Dance, der weltweit größten Ausbildungs- und Prüfungsorganisation im klassischen Ballett. Modern und fantasievoll präsentiert, mischte die Aufführung klassische mit modernen Elementen, wie die Punk-Zuckerfeen oder die unkonventionellen Blumen.
Die Inszenierung war besonders durch den einzigartigen Ansatz zu Beginn geprägt, als sämtliche Kostüme, Requisiten und sogar der Weihnachtsbaum in Schwarz und Weiß gehalten waren. In der Traumwelt verwandelte sich diese monochrome Realität jedoch in ein lebendiges Farbspektakel, das die Zuschauer in eine faszinierende Dimension der Träume entführte. Selbst nach der Rückkehr in die graue Realität konnte man spüren, wie die Erinnerung an die bunte Traumwelt das Leben auf eine ganz besondere Weise bereicherte.
Anhaltenden Applaus geerntet
Nach einem tosenden Schlussapplaus bedankte sich Sara Cocker, stolze Eigentümerin der Ballettschule, herzlich bei den Tänzerinnen und Tänzern sowie bei allen Beteiligten, die im Vorfeld Kostüme genäht und Requisiten gebastelt hatten. Ein besonderer Dank galt den Eltern, die die Teilnahme ihrer Kinder an den Proben ermöglichten.
Auch am Aufführungstag selbst stand ein Team von Helfern bereit, um sicherzustellen, dass beide Vorstellungen reibungslos verliefen. Ein bewährtes Prinzip der Ballettschule ist es, dass jede kleine Tänzerin eine „Patin“ zur Seite gestellt bekommt, die das Kind während der gesamten Aufführung betreut und unterstützt.
Nach dem beeindruckenden Balletterlebnis äußerte sich Sara Cocker erfreut: „Diese Vorstellung markiert bereits unsere vierte Aufführung an diesem wundervollen Ort, und ich kann Ihnen versichern, dass ich bereits Ideen für unsere nächste Produktion im Kopf habe.“ red

