Das Theater Lahnstein hat die Premiere des Kinderstücks „Fischer und seine Frau“ gefeiert, eine Adaption des bekannten Märchens der Brüder Grimm in einer Inszenierung von Rocco Hauff. In der etwa einstündigen Inszenierung wurde das Publikum in die Geschichte eines armen Fischers und seiner Frau entführt, teilt die Stadtverwaltung Lahnstein in einem Pressebericht mit.
Zum Inhalt des Stücks: Der Fischer (Christof Heiner) lebt mit seiner Frau (Marie Eberhard) bescheiden in einer kleinen Hütte am Meer. Eines Tages fängt er einen magischen Fisch (Jule Menzel-King), der in schillernden Farben leuchtet und sprechen kann. Der Fisch, eine verzauberte Prinzessin, bittet um seine Freiheit und verspricht, dem Fischer dafür jeden Wunsch zu erfüllen. Dieser selbst ist wunschlos glücklich, doch seine Frau verlangt immer mehr: erst ein großes Haus, dann ein Schloss. Später möchte sie König, Kaiser, Papst und schließlich sogar Gott sein.
„Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje, in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“
Der Fischer
Mit jedem Wunsch wachsen die Probleme, bis das Paar am Ende in die ursprüngliche Hütte zurückkehrt. Eine zentrale Szene, die sich durch das gesamte Stück zieht, ist der Moment, in dem der Fischer ans Meer geht, um den Fisch zunehmend frustriert um die Erfüllung der Wünsche seiner Frau zu bitten. Immer wieder ruft er den bekannten Spruch: „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje, in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“
Auch Videoprojektionen gehören zum Bühnenbild
Die Inszenierung unter der Regie von Rocco Hauff setzt bewusst auf einfache Mittel, die durch moderne Bühnentechnik erweitert werden. Das Bühnenbild, ebenfalls von Hauff gestaltet, wird durch den Einsatz von Videoprojektionen flexibel gestaltet. So wechseln die Szenen zwischen der kleinen Hütte und dem aufgewühlten Meer, wobei die dynamischen Projektionen die zunehmende Eskalation der Geschichte wirkungsvoll unterstreichen.
Besonders in den Momenten, in denen das Meer stürmischer wird, tragen die Animationen zur Atmosphäre bei und lassen das Geschehen lebendig wirken. In Gesangseinlagen werden die Emotionen und Entwicklungen der Figuren aufgegriffen. Die Lieder behandeln zentrale Themen wie Zufriedenheit und die Gefahr der Gier, was die Botschaft des Stücks noch stärker betont.
Das Stück läuft noch bis einschließlich Sonntag, 22. Dezember. Tickets sind online über www.ticket-regional.de/lahnstein sowie an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional erhältlich.