
Insgesamt waren mehr als 350 Einsatzkräfte und Mitarbeitende der Wehren aus Lahnstein und den Verbandsgemeinden Bad Ems, Loreley, Nastätten, Hahnstätten und Diez sowie der Katastrophenschutzeinheiten des Rhein-Lahn-Kreises und der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Koblenz, verschiedener Einheiten der Schnelleinsatzgruppen sowie des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses, des Technischen Hilfswerks Lahnsteins, der Polizeiinspektionen Lahnstein und St. Goarshausen sowie des Polizeipräsidiums Koblenz und der Werkfeuerwehr an der Übung beteiligt. Die Großübung wurde auch von Landrat Jörg Denninghoff und vom Lahnsteiner Oberbürgermeister Lennart Siefert verfolgt.
Mitarbeiter mimten die Verletzten
Ausgangspunkt der diesjährigen Übung war ein Brandszenario, welches drohte, auf andere Gebäude überzuspringen. Die Feuerwehren hatten die Aufgabe, Menschen zu retten, den Brand zu bekämpfen sowie die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Nachdem die erste Wasserversorgung aufgebaut war, rückten unter Einsatz von Atemschutz die Feuerwehren an, die die Verletzten – dargestellt von Mitarbeitenden der Firma – in kürzester Zeit retteten und zur medizinischen Erstbehandlung dem Sanitätsdienst übergaben.
Eine weitere Wasserversorgung wurde vom Rhein aufgebaut, um genügend Löschwasser zur Niederschlagung der Brandgase zur Verfügung zu haben. Eine weitere Herausforderung bestand darin, eine Riegelstellung zu errichten, um die benachbarten Gebäude zu schützen. Parallel wurden durch den Gefahrstoffzug Luftmessungen vorgenommen, um eine mögliche Beeinträchtigung der umliegenden Bevölkerung auszuschließen. Die angrenzende Nachbarschaft wurde durch Lautsprecherwagen informiert. Gegen 13 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, und die Großübung wurde beendet.

Möglichkeiten zur Optimierung
Nach rund fünf Stunden Übungsdauer attestierte Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Lahn-Kreises, Guido Erler, den Einsatzkräften eine sehr gute Arbeit und bedankte sich bei allen Beteiligten: „Die praktische Umsetzung des Alarm- und Einsatzplans sowie die Zusammenarbeit von Krisenstab, Einsatzleitung, Feuerwehren und den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen haben einwandfrei funktioniert. Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten zur Optimierung.
Aber gerade aus diesem Grund führen wir die Übungen durch, um im Nachgang die notwendigen Maßnahmen aus den Erkenntnissen zu ergreifen. Mein Dank geht an alle Einsatzkräfte und die vielen Freiwilligen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in den Hilfsorganisationen und Feuerwehren engagieren.“
Werksfeuerwehrchef zufrieden
Auch Sascha Lauer, Leiter der Werkfeuerwehr bei Zschimmer & Schwarz, zog nach der mehrstündigen Übung eine positive Bilanz: „Bei einer derartigen Übung kommt es darauf an, zahlreiche Einsatzkräfte und Abläufe zu steuern, was hohe Anforderungen bezüglich Führungs- und Koordinationsaufgaben an alle Beteiligten stellt. Die Zusammenarbeit mit den externen Kräften hat sehr gut funktioniert. In den kommenden Wochen werden wir die gewonnenen Erkenntnisse aus der Übung gemeinsam analysieren und in die Melde- und Alarmierungswege aller beteiligten Stellen einfließen lassen.“
Mit dem Gesamtablauf der Übung zeigte sich auch der Technische Geschäftsführer von Zschimmer & Schwarz, Wolfgang Böhm, sehr zufrieden: „Mithilfe solcher Szenarien, die so realistisch wie möglich ablaufen, trainieren wir seit vielen Jahren zusammen mit den externen Kräften. Diese Übungen tragen dazu bei, dass wir unsere Sicherheitsmaßnahmen verbessern und für den Notfall optimal aufgestellt sind.“ red
