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NASSAU/RHEIN-LAHN
1500 Kerzen erinnern in Nassau an 1500 Ermordete

129 Menschen starben noch vor ihrer Deportation in der Nassauer Anstalt. Ihrer wird auf einem Grabmal gedacht. Die Inschrift des Steins auf dem Scheuerner Friedhof lautet: "Hier ist die Ruhestätte von 129 Kindern, Frauen und Männern, die zwischen 1941 und 1944 an den Folgen von Hunger, Krankheit und seelischer Einsamkeit gestorben sind. Sie kamen mit Sammeltransporten aus Heppenheim, Lübeck, Münster, Mönchengladbach und Hamburg. Sie sollten von der Zwischenanstalt Scheuern in die damaligen nationalsozialistischen Mordanstalten Hadamar, Kalmenhof/Idstein und Eichberg weiter transportiert werden." Foto: Carlo Rosenkranz

Carlo Rosenkranz

Nassau/Rhein-Lahn. Unter dem Motto "1500 Lichter für 1500 Menschen" laden die katholische Pfarrei St. Martin Bad Ems-Nassau und die evangelischen Kirchengemeinden Nassau und Dornholzhausen gemeinsam mit der Stiftung Scheuern 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu einer besonderen ökumenischen Aktion ein.

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Am Dienstag, 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, erinnern auf dem Marktplatz, dem Platz zwischen dem Stein’schen Schloss und dem Rathaus, in Nassau 1500 leuchtende Lichter an diejenigen Menschen mit Behinderung, die über die „Zwischenanstalt“ Scheuern nach Hadamar gebracht und dort ermordet wurden.

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Rhein-Lahn-Zeitung

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