Jüngere Generation übernimmt das Zepter in Dorweiler
Waldecker Liedersommer lockt auf die Burg: Jüngere Generation übernimmt das Zepter in Dorweiler
Gute Musik in toller Atmosphäre, das hat der „Waldecker Liedersommer“ auch am kommenden Samstag wieder zu bieten. Foto: Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck
Arbeitsgeimschaft Burg Waldeck

Auch wenn die vergangenen zwei Jahre, in denen die Pandemie den Kulturbetrieb im Würgegriff hatte, schier endlos schienen: Die Zeit stand und steht nicht still. Das spürt man auch der Burg Waldeck an, dem Liedermacher-Mekka im Hunsrück, an dem noch heute die Erinnerung an die legendären Open-Air-Festivals der 1960er-Jahre lebendig ist.

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Die neue, jüngere Generation der Waldecker knüpft zwar an die Tradition dieser Festivals an, verbindet sie aber auch mit der Gegenwart – in diesem Sommer mit gleich fünf Konzertereignissen von Afro-Pop über Weltmusik, authentischem Klezmer, Balkansounds, Liedermachern und Comedy bis hin zu Rock und elektronischer Musik, die bereits Anfang Juli gestartet sind. Diese Vielfalt ist nie beliebig, versprechen die Organisatoren laut Pressetext: Jedes Event bietet ein in sich stimmiges Programm mit Stars wie Dota Kehr oder Colalaila, vielversprechenden Newcomern und Geheimtipps.

Den Rahmen bietet dabei einerseits der „Waldecker Liedersommer“: Eine neue Konzertreihe, die während der Pandemie als mehrteiliges Online-Streaming-Event entstand und die nun das Erbe des viel geliebten „Liederfestes“ antreten könnte, das es wohl in Zukunft nicht mehr geben wird.

Während im vergangenen Jahr nur eine Handvoll Menschen am Ort die Konzerte live erleben konnte, bietet der zweite „Waldecker Liedersommer“ Publikum wie Künstlern wieder echte Konzertatmosphäre. Nach der Eröffnung am 2. Juli geht der „Waldecker Liedersommer“ am kommenden Samstag, 16. Juli, in die zweite Runde. Dann spielen auf dem Waldeck-Gelände die Liedermacherin und Komikerin Marie Diot, die Formation Mirvana in the Groove Kitchen (Songwriting-Funk-Folk-Crossover) und die Band HopStopBanda (Gypsy-Boogie-Gangster-Swing). Einlass ist um 17 Uhr.

Weiter geht der Reigen am Samstag, 30. Juli, mit Coremy (musikalische Comedy), Fee Badenius und Stefan Ebert (Chanson) und der berühmten Klezmertruppe Colalaila. Auch an diesem Abend ist das Gelände ab 17 Uhr für Besucher geöffnet.

„Liedersommer“ Nummer vier geht am Donnerstag, 18. August, mit Klezmer, Balkangrooves und Romaliedern des Odessa Projekts und mit der bekannten Liedermacherin Dota Kehr über die Bühne. Den Abschluss des Abends bildet Ahtapot mit Turkish-Psychedelic-Rock.

Der letzte Abend des Waldecker Liedersommers geht nahtlos über in das mittlerweile zehnte „Waldeck Freakquenz Festival“ am 19. und 20. August: ein elektrifiziertes Musik- und Gaming-Spektakel, mit dem die jüngeren Mitglieder des Trägervereins der Burg Waldeck seit 2011 für ein Wochenende im Jahr die Waldeck in eine bunte, leuchtende und blinkende Parallelwelt verwandeln. Neben Chanson, Liedermaching und Kabarett kommen hier auch Fans harter elektronischer Musik, Rock und Pop auf ihre Kosten.

Auf den Bühnen des Freakquenz stehen in diesem Jahr am 19. August Little Secrets (Rock), Lui Hill (Neo-Soul), Strobocop (Ravepunk), El Jaro’s Kinki-Comix feat. Tom Voyage (Comic-Live-Lesung) und Ungerade 8 (Electronic Dark Pop). Am 20. August feiern die Besucher mit Nefarnia (Harfenspiel und Gesang), Miriam Hanika (Liedermacherin), Luna and the Fathers (Indie-Folk), La Poche à Trou (Chanson), Anotoine Villoutreix (Chanson), Treptow (Rock), Pornophonique (Bitpop), The Unfuzzbarn (Stonerrock) und den Kings of Cringe (majestätische Überraschungen). Gezeigt wird außerdem „Gegen den Virus 2.0“, ein Theaterstück aus dem Kulturbunker Köln-Mülheim, und es gibt Workshops, ein Konsolencafé und vieles mehr.

Weitere Infos findet man im Internet unter www.waldecker-liedersommer.de und unter www.waldeck-freakquenz.de

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Rhein-Hunsrück-Zeitung

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