Kontakt zur Partnerstadt Ome wird aufrechterhalten - Japaner keltern eigenen Bopparder Wein
Boppards Partnerschaft zu Ome stärken: Klassische Musik trifft auf den „Urklang“ Japans
Während in Japan nun Wein aus Bopparder Reben genossen wird, kann bei einem Konzert in Boppard der Künstler Akihito Obama mit seiner Shakuhachi gelauscht werden.
privat

Boppard. Seit Frühjahr 2020 sind direkte, persönliche Kontakte mit Boppards japanischer Partnerstadt Ome nahezu unmöglich. Mit der Hoffnung auf baldige Verbesserung der Reisemöglichkeiten und der Wiederaufnahme privater und offizieller Besuche, versuchen die Freunde der Partnerschaft in beiden Städten auf anderen Wegen die Kontakte zu erhalten.

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Während es in Japan eher weinselig zugeht, können Besucher eines Konzerts in der Bopparder Stadthalle die Partnerschaft musikalisch genießen.

Während in Japan nun Wein aus Bopparder Reben genossen wird, kann bei einem Konzert in Boppard der Künstler Akihito Obama mit seiner Shakuhachi gelauscht werden.
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Wie der „Freundeskreis Ome-Boppard“ nun berichtet, habe man sich in Japan kurzerhand selbst beholfen und 2000 Flaschen eigenen Rieslings hergestellt. „Ein Tropfen Boppard“ erlaube es den Bürgern, nun am Ort ein feines Gläschen Boppard zu genießen. 1979 als Gastgeschenk nach Ome gesandt und am Ort als Bopparder Weinberg gepflanzt, konnte von den Bopparder Reben im vergangenen Jahr eine bislang nie erreichte Menge gelesen werden. Die Trauben werden in einer Einrichtung für eingeschränkte Menschen in einem gemeinsamen Projekt mit Landschaftsgärtnern aus Ome bearbeitet und gelesen, bevor diese dann in einer nahe gelegenen Kellerei in der Präfektur Yamanashi, welche für sehr guten heimischen Wein bekannt ist, gekeltert, ausgebaut und gelagert werden. Der 2021er-Jahrgang wird als „mild mit frischer Note“ charakterisiert. Mehr als 40 Restaurants in Ome servieren den Wein, zudem ist er im freien Verkauf über die Stadtverwaltung Ome erhältlich.

Während in Japan nun Wein aus Bopparder Reben genossen wird, kann bei einem Konzert in Boppard der Künstler Akihito Obama mit seiner Shakuhachi gelauscht werden.
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In Boppard kann man dann Japan auf eine andere Art genießen. Am Samstag, 19. März, können Freunde der klassischen Musik in Kombination mit der Shakuhachi-Flöte um 19 Uhr in der Stadthalle Boppard ein Projekt erleben, welches das „Lied der Loreley“ mit der japanischen Klangwelt verbindet. Ein Kammerorchester um den renommierten Cellisten Michael Michitaro Luginbühl (Wiener Symphoniker) wird gemeinsam mit dem international bekannten Flötisten Akihito Obama die Brücke von der Klassik zur traditionellen Bambusflöte Shakuhachi schlagen. Nach Konzerten in der Schweiz und in Frankfurt ist Boppard der perfekte Ort für Musiker und Zuhörer, um klassische Musik mit dem Thema Rheinromantik von Felix Mendelssohn mit dem „Urklang Japans“ verschmelzen zu lassen. Der Freundeskreis Ome-Boppard freut sich auf zahlreiche Zuhörer und hofft, dass dem Konzert weitere Begegnungen mit Freunden aus Japan folgen.

Der Eintritt zum Konzert mit dem Titel „Fließende Identitäten – Deutsch-Japanisches Kammerkonzert in Boppard“ am Samstag, 19. März, um 19 Uhr in der Stadt-halle Boppard ist frei, Spenden sind erwünscht.

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