
Zu Beginn der Sitzung, die unter dem Motto „Siggelcha, Braddelcha, Däkta on Schmier, gemeinsam das KGN-Narrenrevier“ stand, wurden der Vorsitzende Jan Krüger und der Sitzungspräsident Tobias Ibald für ihre zehnjährige, herausragende Arbeit im Vorstand der KG Niederkirchspiel geehrt. Anschließend marschierte der Elferrat, eskortiert von den KGN-Garden und unter den Klängen des Narrhallamarsches, auf die wunderschön mit Glanzpapier gestaltete Bühne auf. Mit dem gewohnten „Es braust ein Ruf wie Donnerhall, in Ubbahause is‘ widder Karneval!“ eröffnete Tobias Ibald die Kappensitzung der KGN.
Nachdem das Musiker-Duo von Los Cuador dem Publikum mit einer Schunkelrunde eingeheizt hatte, folgte der erste Programmpunkt. Hier gab es direkt Erfreuliches zu berichten, denn das Stellengesuch für weitere Musiker seitens Julia Wilhelm und Hubert Gipp war überaus erfolgreich. Es konnten für die Vorstellung des Elferrates Peter Stoffel aus dem Ruhestand zurückgeholt und mit Lars Steinke ein echter „Meenzer“ für das neu formierte Gitarrenquartett akquiriert werden.
Die KGN-Garde, trainiert von Fiona Zirwes, demonstrierte ihr Können. Mit ihrer Vorstellung und den neuen, wunderschönen Kostümen raubten die Tänzerinnen so manchem Jecken den Atem. Bei ihrer Premiere in der Bütt zeigte Jenny Liesenfeld, wie man beim Schafe- oder Bierflaschenzählen besser einschlafen kann. Das Publikum bedankte sich mit energischem Applaus für den grandiosen Auftritt.

Im Anschluss daran begrüßte der Sitzungspräsident Tobias Ibald den Bürgermeister der Stadt Boppard, Jörg Haseneier der wie gewohnt mit blauem Jackett die Sitzung besuchte. Um ihn besser ins rot-weiße Publikum zu integrieren, bot ihm Tobias Ibald schelmisch die Vereinsjacke der KGN an. Herr Haseneier nahm sie gut gelaunt an und lobte die innovative Idee.
Mit „In der Kürze liegt die Würze“ lässt sich der Auftritt des Männerballetts beschreiben. In weniger als 60 Sekunden begeisterten die Jungs mit einem rhythmischen Sitztanz. Die Zugabe wurde lautstark gefordert und folgte prompt.
Anja Schuch zog mit Selbstironie und Witz beide Geschlechter durch den Kakao. Der Auftritt sorgte für Lachsalven und wurde durch lautstarken Applaus gewürdigt. Anschließend begeisterte die Nachwuchsgarde der KGN, ihr grandioser Gardetanz wurde durchweg vom Klatschen des Publikums begleitet. Stolz stand die Trainerin Caja Mallmann am Ende mit ihren Mädels auf der Bühne. Danach geleiteten die „Vorstandsbibbe“ und der Elferrat mit ihrer „Pinkelnummer“ in zweimal elf Minuten Pause.
König von Mallorca eingeflogen
Das reichte, um einen Spezialgast von Mallorca einzufliegen: Jürgen Drews gab zusammen mit seinen Freunden vom Ballermann einen seiner letzten Auftritte, ausgerechnet in der Narrhalla in Oppenhausen. Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Stühlen und feierte den König von Mallorca. Eine weitere Premiere bei der diesjährigen Kappensitzung der KGN folgte, als Christian Bersch einen perfekt gereimten und freien Vortrag präsentierte. Humorvoll nahm er die Leiden eines jungen und gestressten Berufsanfängers auf die Schippe. Das aufmerksame Publikum war begeistert und lachte herzlich über die Yogaeinlage, bei der sich die gewünschte Entspannung nicht gänzlich einstellte.
Anschließend wirbelte Solomariechen Lina Röhrig über die Bühne. Der Tanz erfüllte höchste Ansprüche, sodass allen schnell klar war, warum Lina Röhrig das Aushängeschild der KGN ist. Einstudiert wurde der Tanz mit ihrer Trainerin Sabrina Lubischer.
Erneut auf der Bühne begrüßte das Publikum Michael Retzmann und Christopher „Kubba“ Frensch. Die beiden Freunde schmissen sich die Witze nur so um die Ohren und sorgten für viele Lacher.
Zu den fetzigen Klängen des Rock ‘n' Roll, bei denen natürlich auch King Elvis nicht fehlte, schwang die Ü 30 die Hüften und wirbelte über die Bühne. Damit zeigten sie, dass sie locker mit den jüngeren Tanzformationen mithalten können. Die beiden Trainerinnen, Bianca Schink und Diana Friesenhan, schwangen das Tanzbein ebenfalls mit.
Wie stressig es sein kann, in einem gemeinsamen Bett zu schlafen, verdeutlichte das Ehepaar Laura und Tobias Ibald. Die beiden nahmen sich partnerschaftlich mächtig auf die Schippe nach dem Motto „Was sich liebt, das neckt sich“. Das begeisterte Publikum erkannte vermutlich die ein oder andere Parallele zu sich selbst.
Saal in Dschungel verwandelt
Zum Schluss wähnten sich die Zuschauer kurzzeitig beim Karneval in Rio. Mit „Rumble in the Jungle“ bot die Garde einen grandiosen Showtanz. Verkleidet als wilde Tiere, wirbelten die Tänzerinnen durch den Saal und über die Bühne. Dabei sorgten sie bei fantastischer Musik und mit großartigen Hebungen für echte Gänsehautmomente. Zum Abschluss rief der Sitzungspräsident noch einmal alle Aktiven auf die Bühne, die frenetisch gefeiert wurden. red