Jedes Jahr zeichnet die CBM beim Wettbewerb der Stiftung „Jugend forscht“ Innovationen für Menschen mit Behinderungen aus. Aus allen Landessiegern des CBM-Sonderpreises kürt eine Jury auch den Bundessieger. Der Bundessonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ geht diesmal an Anika Spira. Sie ist, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, Erfinderin einer Kunststoffstütze, die Beschwerden lindert. Die 18-Jährige kennt die Probleme aus eigener Erfahrung. Die lästigen Begleiterscheinungen, die das ständige Tragen der Orthese ihr bescheren, nimmt sie in Kauf.
Bei einem Praktikum erkundete die Gymnasiastin die Orthopädietechnik. Auf der Suche nach Stoffen, die Plastik wärmeleitende Eigenschaften verleihen, stieß sie auf Bornitrid. Durch die Stickstoffverbindung angereichert, kann Kunststoff Wärme aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben. In Zusammenarbeit mit industriellen Herstellern untersuchte die Jungforscherin unterschiedliche Mischverhältnisse von Kunststoff und Bornitrid. Das Ergebnis vereint Formbarkeit, Wärmeleitung und Wirtschaftlichkeit. Das hilft, „cool“ zu bleiben – auch bei heißen Temperaturen.
Die Jury der CBM betont darüber hinaus die professionelle und engagierte Arbeitsweise aller Siegerprojekte. Auf der einen Seite bringe ein Akt der Selbsthilfe anwendbare Forschungsergebnisse hervor. Auf der anderen werden medizinische Zukunftstechnologien mit entwickelt.
Mit dem CBM-Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ werden jedes Jahr kreative Studien und Projekte im Zuge des Wettbewerbs „Jugend forscht“ ausgezeichnet. Der Sonderpreis geht an Arbeiten, die behinderten Menschen den Alltag erleichtern, Chancengleichheit fördern oder sich mit dem Zusammenhang von Krankheit und Behinderung befassen. Projekte, die einen Beitrag für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern leisten, haben gute Chancen. Unter allen Landesgewinnern wählt die CBM-eigene Jury zwei Bundessieger aus. Die Siege auf Bundesebene sind jeweils mit 300 Euro dotiert.

