Ärger in Bad Kreuznach
Streit in Kneipe eskaliert: Mann holt Scheckschusswaffe
Für einen stark akoholisierten Bad Kreuznacher endete der Abend in einer Arrestzelle. Er hatte mit einer Schreckschusswaffe hantiert.
Bernd Weißbrod/dpa. picture alliance/dpa

Ein harmloser Kneipenstreit endete mit einer Schreckschusswaffe und einem selbst gebauten Totschläger. Die Polizei musste eingreifen, als ein 60-Jähriger mit 2,24 Promille zur Gefahr wurde – doch die Geschichte nahm eine überraschende Wendung.

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Streit in der Kneipe, viel Alkohol, eine Schreckschusswaffe und ein selbst gebauter Totschläger: Am Samstagabend ist eine Auseinandersetzung in einer Bad Kreuznacher Gaststätte eskaliert. Die Polizei musste aufgrund einer akuten Bedrohungslage eingreifen.

Ein 60-jähriger Mann geriet während seines Besuchs in einer Kneipe mit einer bislang unbekannten Person in Streit. In der Folge wurde der sichtlich alkoholisierte und aggressive Mann durch den Gastwirt sowie zwei weitere Personen aus der Gaststätte verwiesen und nach draußen begleitet.

Dort begab sich der Mann zu seinem Fahrzeug, holte eine schwarze Schreckschusswaffe hervor und äußerte sinngemäß eine Drohung. Anschließend verließ er mit seinem Fahrzeug die Örtlichkeit. Da nicht auszuschließen war, dass der Mann zur Gaststätte zurückkehren könnte, wurde der Bereich vor der Kneipe durch Polizeikräfte abgesperrt. Mit Unterstützung umliegender Dienststellen wurde das Stadtgebiet Bad Kreuznach sowie die Wohnanschrift des Mannes ohne Erfolg überprüft.

Während der laufenden Fahndungsmaßnahmen kehrte der Tatverdächtige zu Fuß zur Gaststätte zurück und konnte dort durch die eingesetzten Polizeibeamten widerstandslos festgenommen werden. Sein Fahrzeug wurde in einer Nebenstraße festgestellt. Im Rahmen der Durchsuchung des Fahrzeugs konnten im Kofferraum die zuvor erwähnte Schreckschusswaffe sowie griffbereit für den Fahrer ein selbst gebauter Totschläger aufgefunden werden.

Der Mann beatmete anschließend einen Atemalkoholtest mit 2,24 Promille. Bevor der Beschuldigte dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt werden konnte, wurde bei ihm noch eine Blutentnahme durchgeführt.

Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

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