Kreuznacher Ehrenbürger helfen
Die Borsches sammeln Spenden für die Flutopfer in Nepal
Eva Eisenhard-Borsche (links) und ihr Mann André Borsche (rechts), beide Ehrenbürger der Stadt Bad Kreuznach, waren schon oft zu
Eva Eisenhard-Borsche (links) und ihr Mann André Borsche (rechts), beide Ehrenbürger der Stadt Bad Kreuznach, waren schon oft zu Gast in Nepal. Nun sammeln sie Spenden.
Thomas Henkel

Nach dem verheerenden Gletscherabbruch mobilisiert Interplast Helfer und Spenden für die schwer getroffene Region um Trishuli. Wie retten Ehrenamtliche Verletzte und wie kommt dringend benötigte Hilfe an? 

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„Am Mittwoch, 26. August, hat sich in Nepal eine schreckliche Flutkatastrophe ereignet, deren Ausmaß im Moment noch nicht vollständig erkennbar ist“, berichtet Mediziner André Borsche, der für Interplast gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva Eisenhard-Borsche viel in Nepal unterwegs war. Beide sind Ehrenbürger der Stadt Bad Kreuznach.

Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte sich im autonomen Gebiet Tibet an der Grenze zu Nepal ein massiver Gletscherabbruch ereignet und eine Flutwelle sowie Schlammlawine ausgelöst, die mit unvorstellbarer Macht in das Tal stürzten. Die Erschütterung durch den Gletscherabbruch war so stark, dass Seismologen zunächst von einem Erdbeben als Ursache der Katastrophe ausgingen. Dies scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein.

„Auf dem Weg ins Tal riss die Schlammlawine alles mit: Menschen, Häuser, Brücken, Autos und Lastwagen; Straßen und Strommasten wurden zerstört. Die Zahl der Vermissten und Todesopfer geht in die Hunderte. Bisher gibt es noch keinen klaren Überblick über die Zahl der Opfer. Darunter sind einheimische Erwachsene und Kinder, Pilger und Touristen. Die Region ist ein Pilger- und Touristenzentrum Nepals. Besonders betroffen ist die Stadt Trishuli, die zu einem großen Teil zerstört wurde. Das örtliche Krankenhaus blieb verschont, weil es auf einer Anhöhe liegt, allerdings gibt es momentan keine Stromversorgung und es fehlt an vielem“, schreibt André Borsche, der sich auf die Nachrichten in der Zeitung The Kathmandu Post bezieht.

Interplast schon lange in Nepal aktiv

Interplast Germany ist mit der Sektion Nepal seit knapp drei Jahrzehnten in Nepal aktiv. Circa drei Autostunden von Trishuli entfernt hat Interplast Germany mit Spenden aus Deutschland das Sushma Koirala Memorial Hospital (SKMH) als erstes Verbrennungszentrum des Landes und als Versorgungskrankenhaus für die Umgebung aufgebaut, weiterentwickelt und unterstützt es kontinuierlich. In der Vergangenheit waren auch Teams des SKMH und von Interplast in Trishuli mit medizinischen Einsätzen aktiv. Viele persönliche Kontakte verbinden die Organisation mit Nepal.

„Wir, die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Interplast fühlen eine starke persönliche und emotionale Bindung zu den von Todesfällen betroffenen Familien, den Verletzten und Opfern der Katastrophe in Nepal.“
Mediziner André Borsche
Das Ausmaß der Zerstörung in Nepal ist nur schwer in Worte zu fassen.
Das Ausmaß der Zerstörung in Nepal ist nur schwer in Worte zu fassen.
The Kathmandu Post

„Wir, die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Interplast fühlen eine starke persönliche und emotionale Bindung zu den von Todesfällen betroffenen Familien, den Verletzten und Opfern der Katastrophe in Nepal.  Interplast hat deshalb finanzielle Hilfe an den vom Premierminister des Landes eingerichteten ‚Prime Minister´s Disaster Relief Fund‘ überwiesen. Eine weitere Hilfe ging an einen befreundeten Rotary Club, der Familien, die Hab und Gut verloren haben, mit den notwendigsten Dingen des Lebens unterstützt“, so Borsche.

"Wir hoffen sehr, dass dieses schöne, aber immer wieder von schweren Naturgewalten betroffene Land auch diese Katastrophe meistern kann. Unserer Hilfe kann sich die nepalesische Bevölkerung gewiss sein", schreiben die beiden.

Interplast-Spendenkonto Sektion Nepal, Projekt-IBAN DE73 3705 0299 0000 0928 01, Kreissparkasse Köln. www.nepalhospital.de.

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