Reformation setzte sich von alter Läutepraxis ab
Zum heutigen Reformationstag: Martin Luther und die Sprache der Glocken
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Die Hottenbacher Glocke von 1595 bezeugt den Konfessionswechsel im Dorf. Die Glocke ist nicht mehr einem Heiligen oder Maria, sondern Jesus geweiht. Bald darauf verzichtete man in evangelischen Gebieten darauf, Glocken Namen zu geben. Stattdessen dienten Bibelzitate als Glockeninschriften. 

Erik Zimmermann

Kreis Birkenfeld. Für evangelische Christinnen und Christen ist der 31. Oktober ein wichtiger Gedenktag. Vor 506 Jahren schlug Martin Luther seine Thesen gegen den Ablass an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Dieses Ereignis führte zur Reformation. Die Folge war vor allem eine Erneuerung von Theologie und Verkündigung. Doch Luthers Lehre wirkte sich auch auf die Gemeindepraxis aus. Dazu gehörte der neue Gebrauch der Glocken.

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Die ersten Glocken gab es in China im 15. Jahrhundert vor Christus. Man glaubte, der Glockenklang vertreibe Dämonen und besänftige die Götter. 500 Jahre später waren Glocken von Zentralasien bis in den Mittelmeerraum verbreitet. Nach Einzug des Christentums ordneten in den Klöstern Ägyptens Glocken den Tagesablauf der Mönche.

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