Betrug: Die Staatsanwaltschaft möchte elf Fälle ausklammern - Urteilsverkündung vermutlich am 26. November: Prozess gegen ehemaligen Dolmetscher geht weiter: Drohte der Angeklagte einem Kunden?
Betrug: Die Staatsanwaltschaft möchte elf Fälle ausklammern - Urteilsverkündung vermutlich am 26. November
Prozess gegen ehemaligen Dolmetscher geht weiter: Drohte der Angeklagte einem Kunden?
Idar-Oberstein. Verhandlungstag Nummer 15 in einem aufsehenerregenden Prozess am Schöffengericht: Einem 40-jährigen Idar-Obersteiner, der libanesische Wurzeln hat, werden 72 Fälle von Betrug vorgeworfen, mehr als 60 von insgesamt rund 80 Zeugen sind mittlerweile verhört worden. Der Angeklagte soll Asylunterkünfte und Privatwohnungen aufgesucht haben und mit der Behauptung, Mitarbeiter der ADD, der Ausländerbehörde, Anwalt oder Professor zu sein, Geld kassiert haben. Der Mann war von 2015 bis zum Ende 2016 als Dolmetscher für das DRK in der AfA Birkenfeld tätig und soll Asylbegehrenden vorgegaukelt haben, Einfluss auf die Anhörungstermine beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu haben. Gegen Zahlung von 100 bis 300 Euro könne er die für die Flüchtlinge so wichtigen behördlichen Vorgänge beschleunigen.
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Auch am Montag bestätigten aus Syrien stammende Zeugen, dass sie Geld an den Angeklagten gezahlt haben. Es war immer das gleiche Spiel: Er könne die behördlichen Vorgänge forcieren, habe der Angeklagte behauptet. Von 14 Tagen bis zu vier Wochen bis zum Termin der Anhörung war die Rede.