„Trotz der anhaltenden Diskussionen um die Energiekrise, den Ukrainekrieg und die hohe Inflation bleibt der Arbeitsmarkt konstant. Die größte Sorge der Arbeitgeber bleiben die fehlenden Arbeitskräfte, insbesondere die fehlenden Fachkräfte. Die Hoffnung, einen Teil dieses Mangels mit ukrainischen Flüchtlingen ausgleichen zu können, hat sich bisher nur in geringem Maße erfüllt, da bei diesem Personenkreis zunächst die Sprachproblematik sowie die Kinderbetreuung gelöst werden müssen“, fasst Gundula Sutter, Vorsitzende der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach, die Lage zusammen.
Erneut ein leichter Rückgang
Die Arbeitslosigkeit ging auch im Oktober wieder leicht zurück. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren insgesamt 9553 Menschen arbeitslos, 326 oder 3,3 Prozent weniger als im September und 596 oder 6,7 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,3 Prozent im September auf 5,2 Prozent im Oktober. Im Oktober des Vorjahres hatte sie 4,8 Prozent betragen. Die Beendigung der Arbeitslosigkeit wegen der Aufnahme einer Ausbildung ist erneut gestiegen, obwohl die meisten Ausbildungen in der Regel bereits im August beziehungsweise September beginnen.
Im Oktober haben sich 0,6 Prozent mehr Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet als im September. Gleichzeitig konnten sich in diesem Monat etwas weniger Menschen aus der Arbeitslosigkeit abmelden (52 oder 2,2 Prozent) als im September, aber 361 oder 18,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit lag im Oktober mit 109 um 16,2 Prozent niedriger als im September, aber mit 63 um 12,6 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres.
Die Zahl der neu zu besetzenden Arbeitsstellen fiel im Oktober wieder auf 601 (minus 7,8 Prozent) und liegt um 21,5 Prozent unter der des letztjährigen Oktobers. Der Bestand an Stellen ist um 233 oder 5,6 Prozent gesunken, liegt jedoch immer noch um 564 oder 16,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Der größte Rückgang an gemeldeten Stellen ist bei den Handels- sowie den Verkehrs- und Logistikberufen und im Lebensmittel- und Gastgewerbe zu verzeichnen. Einen Anstieg der gemeldeten Stellen gab es im Berichtsmonat nur bei den Sicherheitsberufen. Diese haben sich fast verdreifacht.
Im gesamten Agenturbezirk ging die Arbeitslosigkeit zurück, am stärksten um 0,3 Prozent im Bezirk der Geschäftsstelle Kirn. Im Landkreis Birkenfeld waren im Oktober 2387 Menschen arbeitslos, 35 oder 1,4 Prozent weniger als im September und 26 oder 1,1 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,7 Prozent auf 5,6 Prozent. 5,5 Prozent betrug sie vor einem Jahr.
Mehr neue Stellen zu besetzen
Im Oktober haben sich im Nationalparkkreis weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet (minus 1,3 Prozent) als im September. Gleichzeitig konnten sich in diesem Monat 1,4 Prozent mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Der Anteil der Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit ist um circa 9 Prozent gegenüber September gesunken. Die Zahl der Abmeldungen liegt mit 518 um fast 20 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Die Abmeldungen wegen Beginn einer Ausbildung liegen auf dem Niveau des Vormonats, aber um 42,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Zahl der neu zu besetzenden Arbeitsstellen stieg weiter an und liegt mit rund 30 Prozent über dem Vormonat.
129 neue Stellen wurden im Oktober im Kreis angeboten. Mehr Arbeitskräfte werden in den Bereichen Lebensmittel- und Gastgewerbe sowie bei den medizinischen und nicht- medizinischen Gesundheitsberufen benötigt. Einen Rückgang der Stellenangebote gab es im Bereich der fertigungstechnischen Berufe sowie im Handel. Der Bestand an Stellen ist leicht gesunken (3 Prozent), liegt aber um 30,4 Prozent über dem Vorjahreswert, heißt es abschließend im Bericht der Arbeitsagentur. red
