Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv David-Wolfgang Ebener/Archiv. dpa
Kreis Birkenfeld. Der Prozess um zwei 51 und 33 Jahre alte Männer, die im Juli vergangenen Jahres eine 56-jährige Idar-Obersteinerin sexuell genötigt haben sollen (die NZ berichtete), ging am Montag am Amtsgericht Idar-Oberstein weiter. Dem 33-Jährigen, einem vom Dienst suspendierten Bundeswehrangehörigen, mit dem die Frau eng befreundet war, wird zudem gefährliche Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung sowie Diebstahl vorgeworfen. Die Angeklagten, die sich aufgrund eines übermäßigen Alkoholkonsums beide nur noch bruchstückhaft an die Ereignisse erinnern wollen, sollen in der Tatnacht die Frau in deren Haus gegen ihren Willen ausgezogen und an den Brüsten angefasst haben, als sie sich weigerte, nackt zu den Männern in den Whirlpool zu steigen. Später in der Nacht der 33-Jährige sein Opfer auch noch verprügelt und gewürgt und in verschiedenen Zimmern des Hauses randaliert haben.
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Die Frau, die vor dem Schöffengericht als Nebenklägerin auftritt, hatte zwei Tage nach dem Vorfall am Amtsgericht vorgesprochen, um eine einstweilige Anordnung gegen den Mann zu erwirken. Sie gab damals an, er habe versucht, sie auszuziehen, was im Widerspruch zu dem steht, was sie am ersten Verhandlungstag vor Gericht ausgesagt hatte: nämlich, dass man sie tatsächlich ausgezogen habe.