Der Konzern DMG Mori will mit einer neuen Halle die akuten Kapazitätsprobleme am Standort beseitigen
Erfolgsgeschichte in Stipshausen geht weiter: DMG Mori baut neue Halle für Halbleiter- und Optikindustrie
Der erste Spatenstich für die neue Halle ist nach Aussage der Verantwortlichen ein deutliches Signal, dass die Zeichen am Standort Stipshausen weiter auf Wachstum stehen. Foto: Kurt Knaudt
Kurt Knaudt

Stipshausen. Gemessen daran, dass die DMG Mori in 43 Ländern mehr als 13.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist die zu dem Konzern gehörende Ultrasonic Lasertec GmbH in Stipshausen mit ihren 70 Köpfen ein kleiner Standort. Die neue Halle wird rund 1200 Quadratmeter an zusätzlicher Fläche für Montage, Logistik und Lager bieten.

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Doch während der Konzern als weltweit agierender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen nach Aussage von Alfred Geißler, Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft, deutlich weniger Aufträge als im vorigen Jahr verzeichnet, ist bei dem hoch spezialisierten Ableger im Hunsrück das Gegenteil der Fall. Dort stehen die Zeichen eindeutig auf Wachstum: „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt“, betonte Geschäftsführer Patrick Diederich beim Spatenstich.

„Wir platzen aus allen Nähten“, fasste der Geschäftsführer die akuten Kapazitäts- und Platzprobleme in einem Satz zusammen. Die Folge seien lange Lieferzeiten von derzeit rund zwölf Monaten, die durch die Erweiterung deutlich sinken sollen. „Das ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte eurer Firma“, meinte deshalb der Vorstandsvorsitzende Alfred Geißler in seinen an die Belegschaft gerichteten Worten. Diese enthielten auch ein ausdrückliches Dankeschön an die Beschäftigten: „Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wären wir heute nicht hier.“

Führender Anbieter in der Ultrasonic-Technologie

Seit der Gründung habe sich die in einer Nische agierende Firma kontinuierlich zu einem führenden Anbieter im Bereich der Ultrasonic-Technologie weiterentwickelt, mit der in Stipshausen Bearbeitungszentren gefertigt werden, die insbesondere in der Halbleiter- und Optikindustrie sowie in der Medizin und in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Die neue Halle ist für Geißler ein weiterer Schritt bei den Anstrengungen, die Marktposition weiter auszubauen und zudem „Ausdruck unseres Wachstums und unserer Ambitionen“.

Ergänzend werden auch noch die bestehenden Montageanlagen modernisiert und für die Mitarbeiter ein neues Betriebsrestaurant mit Außenbereich gebaut. Damit bekenne sich DMG Mori erneut klar zum Standort Stipshausen, betonte der Vorstandsvorsitzende. Mit dem Ausbau, der im kommenden Jahr fertig sein soll, werde man weitere Arbeitsplätze schaffen, kündigte er an. Das war Musik in den Ohren von Roland Praetorius, Dezernent der Kreisverwaltung in Birkenfeld, Uwe Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen, und Ortsbürgermeister Frank Marx, die dem Baubeginn beiwohnten. Es sei erfreulich, dass die Ultrasonic Lasertec mit ihren hochwertigen Arbeitsplätzen so dazu beitrage, die ländliche Region zu stärken, bekundete Weber. Der VG- wie auch der Ortschef versprachen, das Unternehmen weiter nach Kräften zu unterstützen: „Wenn Sie rufen, wir sind da.“

Zwölf Ladestationen für Elektrofahrzeuge geplant

Bereits im vorigen Jahr hatte die DMG Mori in Stipshausen eine Photovoltaik-Dachanlage mit einer Leistung von 98 Kilowattpeak installiert. In diesem Jahr sind zwölf Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge hinzugekommen. Kunden und Mitarbeiter könnten somit zu hundert Prozent grüne Energie tanken.

Auch die neu entstehenden Dachflächen sollen mit PV-Anlagen bestückt werden, um sich so weiter der Energieneutralität anzunähern und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, wie Alfred Geißler hervorhob.

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