Versuchte Tötung in Idar
Blutige Gewalt am Röhrenkumb
Symbolfoto Polizeieinsatz
Paul Zinken/dpa. picture alliance / dpa

Auf offener Straße kam es am Montagabend in Idar zu einer blutigen Gewalttat. Die Polizei hofft jetzt auf Zeugen. Die Täter werden in der Drogenszene vermutet.

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Am Montagabend gegen 18 Uhr verletzten bislang unbekannte Täter einen 19-Jährigen in der Layenstraße in Idar mit einem Messer schwer und einen 20-Jährigen durch Schläge mit einem Schlagstock leicht. Die Polizei geht von „versuchter Tötung“ aus und sucht nach den Tätern.

Die Ermittlungen der Kripo ergaben bislang, dass der Geschädigte sich gemeinsam mit einem Begleiter in der Nähe der Bushaltestelle Röhrenkump mit drei weiteren, bislang unbekannten Personen traf, um diesen Drogen zu verkaufen. Die drei suggerierten Kaufinteresse an einem durch den 19-Jährigen angebotenen Opioid und versuchten dann, die angebotene Ware zu rauben. Dabei stachen sie nach derzeitigem Ermittlungsstand gezielt und heftig mit einem Messer in den Bauch des 19-jährigen Idar-Obersteiners. Den Begleiter des Geschädigten griffen die Unbekannten zudem mit einem Schlagstock an und verletzten diesen dabei leicht.

19-Jähriger musste im Klinikum notoperiert werden

Die beiden Geschädigten flüchten und brachten sich bei einem in der Nähe wohnenden Bekannten in Sicherheit. Durch den verständigten Rettungsdienst wurde der 19-Jährige in eine Klinik verbracht und dort notoperiert. Laut Polizei befindet er sich inzwischen außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein.

Die drei unbekannten männlichen Täter im geschätzten Alter von ca. 16-22 Jahre flüchteten in einem dunklen Kleinwagen. Nach ihnen wird seither intensiv gefahndet. Sie werden wie folgt beschrieben: Alle waren dunkel bekleidet, einer war auffallend groß und kräftig. Die beiden anderen waren etwa 1,75 Meter groß, sehr blass und sehr schlank. Alle sprachen Deutsch ohne erkennbaren Dialekt.

Geschädigte versuchten, ein Medikament namens Oxycodon zu verkaufen

Die Polizei fragt: Wer hat am Montagabend gegen 18 Uhr in der Nähe der Bushaltestelle Röhrenkump oder in der Layenstraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder Personen gesehen, auf die die Beschreibung zutrifft? Wer kann Hinweise auf diese Straftat geben? Zeugen werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei Idar-Oberstein, Tel. 06781/5610, oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Bei dem angebotenen Opioid handelt es sich um ein Medikament namens Oxycodon, dieses ähnelt Morphin. Das starke Schmerzmittel wird in der Szene seit einigen Jahren vermehrt als sedierendes Rauschmittel eingenommen, häufig auch in Kombination mit Alkohol und mit anderen Drogen wie Cannabis. Laut Kripo liegt ein hohes Suchtpotenzial vor. red

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