Lebenswege Maja Hamann hilft anderen
Als Baby ausgesetzt: Viele Türen öffneten sich
Maja Hamann ist mittlerweile Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hat eine Praxisbeteiligung bei Heilpraktiker Rolf Krieger. Foto: Vera Müller
Vera Müller

Idar-Oberstein. 1974 wird in Korea ein Mädchen geboren. Der Vater ist vermutlich Europäer. Die Kleine ist nicht viel wert in einem von Armut geprägten Land. Mit etwa eineinhalb Jahren wird sie vor einem Rathaus ausgesetzt. Offenbar sollte sie gefunden werden. Es folgen Aufenthalte in Waisenhäusern. Auf den Ämtern hatte sie keinen Namen, sondern wurde unter einer Nummer geführt. Bis ein Ehepaar aus der Nähe von Jever das Kind adoptierte. Kurios: Die koreanischen Behörden geben als Geburtstag den 2. August an. Bei den deutschen Behörden wurde nicht auf eine gesonderte Schreibweise geachtet, sodass sie nun am 8. Februar Geburtstag hat.

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Maja Hamann, so lautet ab dann ihr Name, ist unterernährt, hat schütteres Haar, schwarze Zähne, verteidigt ihr Essen fauchend und mit Krallen: Die körperlichen Mangelerscheinungen sind gravierend. Nach und nach päppeln die Adoptiveltern Maja auf.

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