Jan Petry tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 4 – Neuwied für die Partei CDU an. Um sich den Wählern vorzustellen, beantwortet Petry in diesem Artikel Fragen zu sich und politischen Inhalten, die wir allen Kandidaten haben zukommen lassen.
Was müssen die Wählerinnen und Wähler über Sie als Politiker wissen? Was sind Ihre Eignung, Motivation und Zielvorstellung für die Aufgabe im neuen Landtag?
Meine Motivation kommt aus meiner persönlichen Lebenserfahrung: Als Vater von zwei Schulkindern kenne ich die Lage an unseren Schulen vom eigenen Küchentisch. Dass Lehrer an meiner ehemaligen Schule, dem Rhein-Wied-Gymnasium, heute Brandbriefe schreiben müssen, nehme ich extrem ernst. Wir müssen zurück zum Wesentlichen: Lesen, Schreiben, Rechnen. Im Stadtrat und Kreistag erlebe ich täglich, dass wir statt Ideologien, viel mehr eine vernünftige Finanzierung der Kommunen brauchen und endlich geordnete Verhältnisse bei der Migration. Durch meine Jahre in der Wirtschaft habe ich gelernt anzupacken. Ich will keine Probleme wälzen, sondern mit gesundem Menschenverstand Lösungen durchsetzen. Mein Ziel: Unterrichtsausfall stoppen, die ärztliche Versorgung vor Ort sichern und Betriebe von unnötigem Papierkram befreien.
Bitte geben Sie uns ein paar persönliche Informationen.
Jan Petry, 50, verheiratet, zwei Söhne, CDU; Ausbildung: Abitur (Neuwied), Wehrdienst, Jura-Studium (Bonn/Jena), 2. Staatsexamen, Berufserfahrung als Rechtsanwalt (u. a. Debeka, Telekom); seit 2016 Führungsposition im Arbeitgeberverband; Politik: CDU seit 1994, heute Kreisvorsitzender, Stadtrat Neuwied, Mitglied des Kreistags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Welche Herausforderung in Rheinland-Pfalz muss in den ersten 100 Tagen einer neuen Landesregierung sofort angegangen werden, und wie bringen Sie sich dabei ein?
In den ersten 100 Tagen müssen wir an den Schulen die Handbremse lösen: Unterrichtsausfall stoppen und Intensivklassen aufbauen. Wer kein Deutsch kann, lernt das erst dort, bevor es in die normale Klasse geht. Parallel werde ich in Mainz darauf drängen, unsere Kliniken finanziell zu sichern und die Kommunen bei der Migration durch zentrale Stellen zu entlasten. Ich bringe mich dabei als hartnäckiger Anwalt unserer Region ein und werde auf messbare Ergebnisse pochen.
Was läuft aus Ihrer Sicht im rheinland-pfälzischen Bildungssystem aktuell schief, und wie wollen Sie die Probleme konkret lösen?
Unsere Abschlüsse sind kaum noch das Papier wert, auf dem sie stehen. Wenn Lehrer des Rhein-Wied-Gymnasiums Brandbriefe schreiben, weil die Rechtschreibung wegbricht, brennt die Hütte. Ein riesiges Problem: Viele Kinder landen in Schularten, die einfach nicht für sie passen – das frustriert Schüler und Lehrer. Wir müssen das „Schreiben nach Gehör“ endlich beerdigen, den Unterrichtsausfall stoppen und wieder für echte Verbindlichkeit sorgen.
Welche Koalition wird Rheinland-Pfalz nach der Wahl regieren, und wer wird sie anführen?
Demokratie braucht den Wechsel wie die Luft zum Atmen. Nach mehr als 30 Jahren sieht man überall: Der „rote Filz“ in Mainz lähmt das Land nur noch. Wir brauchen eine Regierung der Vernunft mit Gordon Schnieder an der Spitze. Ich will eine Koalition, die Leistung nicht bestraft, sondern wertschätzt und unsere Wirtschaft endlich von der Leine lässt. Wir kämpfen für eine starke CDU, die ohne ideologische Scheuklappen die echten Baustellen bei Bildung und Gesundheit anpackt.
Warum braucht es gerade Sie im neuen Landtag, und für welche drei politischen Anliegen aus Ihrem Wahlkreis wollen Sie sich unmittelbar nach der Wahl einsetzen?
In Mainz wird oft an der Realität vorbei verwaltet. Als Familienvater und durch meine Arbeit im Stadtrat und Kreistag weiß ich genau, wo der Schuh drückt. Ich komme direkt aus dem Berufsleben und werde mit gesundem Menschenverstand auf Lösungen drängen, statt Probleme ewig zu wälzen. Ich will die starke Stimme für unsere Region sein. Ganz oben auf meiner Liste: 1. Bildung: Unterrichtsausfall stoppen. 2. Straßenausbaubeiträge endlich abschaffen. 3. Gesundheit: Kliniken und Praxen vor Ort sichern.
Warum ist Ihr Wahlkreis der beste/schönste/attraktivste in Rheinland-Pfalz?
Mal ehrlich: Jeder Kandidat liebt seine Heimat, aber unser Wahlkreis hat eine Mischung, die man woanders sucht. Wir haben hier alles – das lebendige Neuwied am Rhein, das bodenständige Dierdorf und die weiten Höhen im Puderbacher Land. Es ist dieses Zusammenspiel aus Industriegeschichte, Natur und echten Macher-Typen in den Dörfern. Hier wird nicht nur geredet, hier wird angepackt. Das macht die Region für mich nicht nur attraktiv, sondern schlicht lebenswert.
Die Angaben stammen von Jan Petry.
Kontakt zum Kandidaten
Jan Petry (CDU)
Wahlkreis 4 (Neuwied)
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Beverwijker Ring 19, 56564 Neuwied
Telefon: 0177/2394028
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