Zu Jahresbeginn ist durch Fusion der Bezirke Montabaur und Neuwied die Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald entstanden. Nun wird erstmals ein Arbeitsmarktbericht für den neuen Gesamtbezirk vorgelegt, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst. Für den Kreis Neuwied weist die Statistik für Dezember 5447 Personen ohne Job aus. Das sind 76 Personen weniger als vor einem Monat und 247 mehr als vor einem Jahr. Die Quote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag sie bei 5,1 Prozent.
Den höchsten Anstieg im Jahresverlauf gab es – bezirksweit betrachtet – bei den Langzeitarbeitslosen. Ihr Bestand erhöhte sich auf 5312 Personen – das sind 546 mehr als im Dezember 2024. „Weil die Aussichten für 2026 noch keine Trendwende erkennen lassen, müssen wir das Augenmerk besonders auf junge Menschen und ältere Arbeitnehmer richten. Denn sie sind besonders häufig vom Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit betroffen“, erläutert der Agenturleiter Elmar Wagner.
Wirksame Unterstützung bei Rückkehr in den Arbeitsmarkt biete vor allem die Weiterbildung. „Damit können sich neue berufliche Perspektiven eröffnen“, sagt Wagner. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzen wir auf bedarfsorientierte Qualifizierung, zumal dies regionale Betriebe bei der Fachkräftesicherung unterstützt. Hierfür setzen wir in 2026 ein Weiterbildungsbudget von bis zu 18 Millionen Euro ein.“ Letzteres bezieht sich auf den gesamten Agenturbezirk.
„In unserer Region ist die Beschäftigungslage trotz anhaltender Konjunkturkrise dank einer ausgeprägten Mittelstandstruktur mit gutem Branchenmix erfreulich robust“, so Elmar Wagner. Das spiegele sich auch am Stellenmarkt: Die Unternehmen im Kreis Neuwied meldeten im Jahresverlauf 2025 insgesamt 2975 offenen Stellen. Das sind 175 mehr als im Jahr zuvor. Im Kreis Neuwied gibt es aktuell 1422 Jobangebote.


