Kinderschutz Situation hat mehr als finanzielle Auswirkungen
Kindeswohl gefährdet: Immer mehr Hinweise gehen ein
Immer häufiger scheint das Wohl eines Kindes gefährdet. Doch was passiert dann? Symbolfoto: dpa/Uli Deck
dpa/Uli Deck

Kreis Neuwied. Der Zustand einer Gesellschaft zeigt sich vor allem an ihren Kindern, sagen Sozialwissenschaftler. Wenn das zutrifft, dann liegt zumindest im Kreis Neuwied einiges im Argen. Denn an Rhein und Wied steigen die Zahlen für die Fälle immer weiter, bei denen in ihrem Wohl gefährdete Kinder aus ihren Familien genommen werden müssen. Der Behördenbegriff dafür lautet Inobhutnahme. Diese gestaltet sich für die Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) immer schwieriger – und die Kosten für die daraus resultierenden Hilfen zur Erziehung und zur Wiedereingliederung explodieren weiterhin.

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Kreisjugendamtsleiter Jürgen Ulrich nennt aktuelle Zahlen: Demnach erreicht der Stand der Gefährdungsmeldungen mit 280 bereits jetzt den Endwert des Vorjahres. Hochgerechnet dürften Ende Dezember wieder um die 300 Meldungen vorliegen, wie es letztmals 2014 der Fall war, als der Höchstwert der vergangenen zehn Jahre erreicht worden war.

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