
Tobias Härtling tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 4 – Neuwied für die Partei BSW an. Um sich den Wählern vorzustellen, beantwortet Härtling in diesem Artikel Fragen zu sich und politischen Inhalten, die wir allen Kandidaten haben zukommen lassen.
Was müssen die Wählerinnen und Wähler über Sie als Politiker/Politikerin wissen? Was sind Ihre Eignung, Motivation und Zielvorstellung für die Aufgabe im neuen Landtag?
Ich bin Diplom Pädagoge. Ich habe mit erziehungsschwierigen Kindern und Jugendlichen gearbeitet, war dann als Medienpädagoge in RLP unterwegs und war insbesondere an Schulen tätig. Seit einigen Jahren arbeite ich als Seniorenbeauftragter für die Stadt Mayen und bearbeite dort das Themengebiet Senioren/Rente/Pflege, aber auch Barrierefreiheit/Inklusion. Zudem bin ich seit zwölf Jahren in der Kommunalpolitik, wodurch ich umfassenden Einblick in die Probleme der Kommunen sowie der Bürgerinnen und Bürger gewinnen konnte. Durch diesen breiten Erfahrungsschatz und weil ich von jeher motiviert bin, die Lebenssituation insbesondere von benachteiligten und beeinträchtigten Menschen zu verbessern, bin ich sehr geeignet, die Interessen von Menschen in den Landtag einzubringen und zu vertreten. Und weil hier noch etwas Platz ist: Es muss eine Fraktion im Landtag geben, die das Thema Frieden/Diplomatie im Landtag vertritt, was ich außer beim BSW bei keiner Partei sehe!
Ein paar persönliche Informationen: Bitte nennen Sie uns zentrale Eckpunkte und Ereignisse Ihres Lebenslaufs: Name, Alter, Familienstand, Kinder, Schul- und Berufsausbildung, aktueller Beruf, politische Erfahrung und Parteizugehörigkeit.
Tobias Härtling, 52 Jahre, ledig, Diplom Pädagoge, Seniorenbeauftragter Stadt Mayen, seit 2014 im Stadtrat in Neuwied, seit 2024 Kreistagsmitglied, von 2012 bis 2023 in der Partei Die Linke, seit 2024 BSW (Erstmitglied), Platz 4 Landesliste und Direktkandidat im Wahlkreis 4 bei der Landtagswahl 2026, Mitglied bei ver.di und beim VdK, Kassierer im Festausschuss Neuwied e.V.
Welche Herausforderung in Rheinland-Pfalz muss in den ersten 100 Tagen einer neuen Landesregierung sofort angegangen werden, und wie bringen Sie sich dabei ein?
Es gibt viele Herausforderungen! Hier einige Forderungen: Straßenausbaubeiträge abschaffen! Energie bezahlbar machen! Straßen, Schulen, Brücken instand setzen! Kliniksterben stoppen! Regionale Unternehmen stärken! Atomwaffen abziehen! Aber die wichtigste ist, weil von ihr nahezu alles Weitere abhängt, dass Kommunen auskömmlich finanziert werden müssen! Wer auch immer das angeht, kann mit meiner Unterstützung rechnen, denn es geht um Inhalte, um das Land und seine Menschen, nicht um Parteifarben!
Was läuft aus Ihrer Sicht im rheinland-pfälzischen Bildungssystem aktuell schief, und wie wollen Sie die Probleme konkret lösen?
Wir haben Lehrkräftemangel, zu große Klassen und marode Schulgebäude. Schulleitungen und Lehrerverbände werfen der Landesregierung wegen abnehmenden Schulleistungen Versäumnisse vor. Wir fordern 2000 zusätzliche Lehrkräfte, mehr Schulsozialarbeit, Sprachförderung und frühkindliche Bildung, bessere (Sprach)Integration, bessere Ausstattung und bauliche Sanierung, weniger Bürokratie, mehr Bildungsgerechtigkeit/Chancengleichheit unabhängig vom Geldbeutel sowie flächendeckende Ganztagsbetreuung.
Welche Koalition wird Rheinland-Pfalz nach der Wahl regieren, und wer wird sie anführen?
Um es deutlich zu sagen: Die SPD müsste nach mehr als 30 Jahren und einer miserablen Regierungsbilanz komplett raus aus der Regierung! Rheinland-Pfalz ist von einem roten Filz durchzogen – Stichwort „Sonderurlaub-Skandal“. Aber im Moment sieht es leider nach einer Großen Koalition aus, die nie vorteilhaft ist, wie man an der Bundesregierung gerade sieht.
Warum braucht es gerade Sie im neuen Landtag, und für welche drei politischen Anliegen aus Ihrem Wahlkreis wollen Sie sich unmittelbar nach der Wahl einsetzen?
Warum gerade ich, habe ich im Einstieg erläutert. Meine Anliegen: Die außerordentliche Bedeutung, Kommunen auskömmlich zu finanzieren, habe ich bereits skizziert. Daher drei weitere wichtige Anliegen: Ärztemangel/Krankenhaussterben bekämpfen, ÖPNV insbesondere in ländlichen Regionen ausbauen und die Straßenausbaubeiträge abschaffen, wofür ich seit Jahren plädiere. Sie werden so nur noch in RLP erhoben, sind ungerecht, unsozial, und ihre Erhebung ist aufwendig und teuer.
Warum ist Ihr Wahlkreis der beste/schönste/attraktivste in Rheinland-Pfalz?
Mit Superlativen bin ich sehr vorsichtig, aber ich sage gern, warum mein Wahlkreis wunderschön und einzigartig ist: Neuwied ist die „Deichstadt“ und durch diesen markanten Schutzbau einzigartig. Wir haben Schlösser und unsere Landschaft ist durch das Rheintal, seine Weinberge bis zu den Höhen des Westerwaldes schön und vielfältig. Das Weltkulturerbe „Limes“ führt durch unseren Wahlkreis, und nicht zuletzt haben wir mit dem Neuwieder Zoo den größten von zweien in Rheinland-Pfalz.
Alle Angaben stammen von Tobias Härtling.
Kontakt zum Kandidaten
Tobias Härtling (BSW)
Wahlkreis 4 (Neuwied)
Landesliste Platz: 4
E-Mail: tobias.haertling@bsw-neuwied.de
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