71 Teams mit 766 aktiven Radlern in drei Wochen: Das Ergebnis der diesjährigen Auflage des „Stadtradelns“ kann sich sehen lassen. „Immer mehr Kommunen machen beim Stadtradeln mit und zeigen somit, dass Umwelt- und Naturschutz keine Lippenbekenntnisse sind“, bilanziert Landrat Achim Hallerbach. Erstmals waren auch die Verbandsgemeinden Bad Hönningen und Dierdorf am Start, um möglichst viele Kilometer zu erradeln, berichtet die Kreisverwaltung.
Trotz Regen viel unterwegs
Unter den Teilnehmern gesellten sich Schulen und Kitas, Unternehmen und Verwaltungen sowie Radsportvereine und viele Freizeitteams. „Ziel ist es, Alltags- und Freizeitfahrten, die sonst vielleicht mit dem Auto zurückgelegt werden, mit dem Rad zu fahren. Trotz des relativ häufigen Regenwetters war es erfreulich festzustellen, dass in diesem Jahr viele Kommunen dem Aufruf gefolgt sind, sich an der Aktion zu beteiligen“, unterstreicht Hallerbach.
Gemeinsame Starttermine fürs Stadtradeln hatten in diesem Jahr der Kreis und die Stadt Neuwied sowie die Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Unkel und Puderbach. In der Verbandsgemeinde Asbach bildete der autofreie Radsonntag „Wieder ins Tal“ den Auftakt; mit dem Radwandertag „Jedem Sayn Tal“ hat wiederum in der Verbandsgemeinde Dierdorf die Aktion begonnen. Der große Erfolg des Stadtradelns im Kreis zeigte sich insbesondere an der steigenden Zahl von E-Bikes, womit es so gut wie jedem ermöglicht wird, die Schönheiten der Region auf zwei Rädern kennenzulernen.
20000 Kilometer sind erradelt worden
„Von den insgesamt 144.750 Kilometern, die im gemeinsamen Zeitraum der teilnehmenden Kommunen geradelt wurden, kommen etwa 20.000 Kilometer für den restlichen Kreis Neuwied zusammen. Umgerechnet sind das schon 3 Tonnen Kohlendioxid, die nicht in die Atmosphäre gelangt sind“, erläutert Janine Sieben, Klimaschutzmanagerin des Landkreises, den Benefit aller Mühen. Und der städtische Beigeordnete Ralf Seemann betont: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Bürgerinnen und Bürger von Neuwied sich am Stadtradeln beteiligen. Allein hier in unserer Stadt wurden schon knapp 90.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das zeigt nicht nur unseren Einsatz für den Klimaschutz, sondern auch, dass wir gemeinsam viel bewegen können. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben.“
Die Teilnahme konnte entweder über einen Eintrag in der Stadtradeln-App erfolgen oder per Aufzeichnung der zurückgelegten Strecke ebenfalls über die App. So ist es später möglich, die tatsächlich genutzten Radwegeverbindungen sichtbar zu machen und sie für die weitere Planung zu nutzen. Ein weiterer Vorteil der App ist beispielsweise die Meldefunktion von Hindernissen oder Verkehrsbehinderungen, die umgehend an die verantwortlichen Stellen gesendet werden. Die Funktion lässt sich ebenfalls nutzen, um eine besonders schöne Strecke bekannter zu machen.
Siegerehrung im Biergarten
Im Biergarten am Deich fand die abschließende Siegerehrung mit Landrat Hallerbach und Ralf Seemann statt. Eine rege Beteiligung gab es in diesem Jahr wieder bei den Schulen, wobei der erste Platz für die meisten Kilometer pro Kopf an die Rudolf-Steiner-Waldorfschule Schule in Neuwied ging. Der Hauptgewinn war neben einem Insektenhotel, Schnapparmbändern und Flicksets ein Fahrradständer für fünf Räder. Der zweite Platz ging an die Landesblindenschule in Feldkirchen, Platz drei an die Marien-Grundschule in Neuwied.
In der Kategorie größte Gruppe gewann für den Kreis Neuwied die Firma Lohmann und Rauscher GmbH und für die Stadt Neuwied die Gruppe der Neuwieder Kirchengemeinden. Die meisten Kilometer als Einzelfahrer hat für den Kreis Neuwied Daniel Finogenow für die Realschule Plus Puderbach aufgezeichnet. Der beste Fahrer für die Stadt Neuwied war in dieser Kategorie Peter Mohr für den ADFC mit stolzen 1677 Kilometern. In der Kategorie höchster Durchschnitt pro Kopf für die Stadt Neuwied gewann wie im Vorjahr das Team Silberrücken mit 820 Kilometern pro Kopf. „Besonders erwähnenswert ist auch die Ortsgruppe des ADFC, die gemeinsam als Gruppe fast 11.300 Kilometer für die Stadt Neuwied zurückgelegt hat“, so die Kreisverwaltung abschließend.

