Steuerhinterziehung Experte: Eine umfassende Beratung ist angeraten, bevor ein Winzer die Hosen herunterlässt
Schwarzwein: Wie schädlich ist Selbstanzeige?

Zu viele Korken: Bei einigen Winzern stimmt die Rechnung nicht mit dem tatsächlichen Betriebsergebnis überein. 

Christoph Bröder

Cochem-Zell. In der Schwarzweinaffäre hat der Fiskus bislang Mehrsteuern in Höhe von 13,2 Millionen Euro, inklusive Zinsen, von Winzern eingenommen. 148 Fälle sind bislang abgeschlossen worden, Strafverfahren hat es bisher 110 gegen Winzer gegeben. Dies teilt Wiebke Girolstein, die Pressesprecherin des Landesamtes für Steuern, mit. Dagegen kommt ein Fachanwalt für Steuerrecht mit einem womöglich überraschenden Ratschlag um die Ecke: Er warnt Winzer davor, sich frühzeitig mit einer Selbstanzeige an die Finanzbehörden zu wenden.

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Während die Steuerbehörden und der Bauern- und Winzerverband dazu aufrufen, sich frühzeitig selbst anzuzeigen, hält Marco Gietz wenig davon. „Ich kann diesen Ratschlag nur höchst bedingt teilen“, sagt der Fachanwalt aus Zell. Eine Selbstanzeige helfe einem Winzer nur weiter, wenn sie eine strafbefreiende Wirkung entfalte.

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