Hilfsaktion in Wirfus
Jede Typisierung kann Josef Oster-Daums Leben retten
Das Leben des an Blutkrebs erkrankten Josef Oster-Daum kann nur durch eine Stammzellenspende gerettet werden. Am Sonntag, 18. Januar, findet im Gemeindehaus Wirfus eine Typisierungsaktion statt.
Stefan Oster-Daum

Im Gemeindehaus Wirfus kommt es am 18. Januar zu einer Typisierungsaktion, die helfen soll, das Leben von Josef Oster-Daum zu retten. Er ist an Leukämie erkrankt. Mit seinem Sohn Stefan sprach unsere Zeitung über dessen Vater und die Hilfsaktion.

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Eine Krebsdiagnose ist für die betroffenen Menschen und ihr Umfeld immer eine Schreckensnachricht. Auch für Josef Oster-Daum aus Wirfus bricht kurz vor Weihnachten eine Welt zusammen, als er erfährt, dass er an Leukämie erkrankt ist. Doch nach dem ersten Schock ist der 61-Jährige nun hoffnungsvoll und zuversichtlich, weil seine Familie mit Unterstützung des Sportvereins Wirfus, vieler Freunde und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion organisiert.

Derzeit befindet sich der Patient in stationärer Behandlung und hat mit Chemotherapie und weiteren Untersuchungen begonnen. Doch wirklich helfen kann ihm nur eine Stammzellenspende, berichtet sein Sohn Stefan. Er erklärt, dass jeder gesunde Mann und jede gesunde Frau zwischen 17 und 55 Jahren, die einen Beitrag zur Lebenschance seines Vaters leisten möchten, dieses am Sonntag, 18. Januar, von 11 bis 15 Uhr im Gemeindehaus Wirfus tun können. Und das ist ganz einfach und schmerzlos, denn die Typisierung geschieht lediglich per Wangenabstrich.

„Mein Vater ist kontaktfreudig, gesellig und ein echter Vereins- und Familienmensch.“
Stefan Oster-Daum über seinen Vater Josef, der an Leukämie erkrankt ist.

Auch wer für eine Spende infrage kommen sollte, muss keine Angst haben: „In 90 Prozent der Fälle erfolgt Stammzellenspende über Blut – eine Knochenmarkentnahme ist meistens nicht nötig“, versichert die DKMS. Da es sehr schwierig ist, genetisch passende Spender oder Spenderinnen zu finden, sind öffentliche Registrierungen hilfreich. Jede Registrierung erhöht die Chance für Josef Oster-Daum, aber auch für viele andere an Leukämie erkrankte Menschen. Besonders die Typisierung von Personen aus der Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender oder eine Spenderin zu finden.

Neben der Familie und dem Freundeskreis des Patienten engagiert sich insbesondere der SV Wirfus bei der Typisierungsaktion. Stefan Oster-Daum erzählt: „Mein Vater ist kontaktfreudig, gesellig und ein echter Vereins- und Familienmensch. Seit Jahrzehnten ist er eng mit dem SV Wirfus verbunden.“ Josef Oster-Daum war viele Jahre im Vorstand, hat den Verein entscheidend mitgeprägt und selbst lange Fußball gespielt. Er organisierte zahlreiche Feste und Veranstaltungen mit seinen Vereinskollegen. Bis heute engagiert er sich aktiv im Verein, und er möchte das auch weiterhin tun.

Jede einzelne Typisierung kann Leben retten

Stefan Oster-Daum möchte den Menschen Mut machen, die unsicher sind, ob sie sich registrieren lassen sollen: „Mein Vater sagt: Jede einzelne Typisierung ist wichtig und kann Leben retten.“ Und Stefan selbst fügt hinzu: „Es ist so einfach, Leben zu retten, und jeder kann ein Teil davon sein. Gemeinsam können wir Hoffnung schenken.“

Bei der Registrierungsaktion im Gemeindehaus sind viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen am Start. Sie sorgen für Kaffee, Kuchen, Getränke und Würstchen. Auch wer bereits bei der DKMS registriert ist, kann die Wirfuser Aktion durch Verzehr und Spenden finanziell unterstützen. Der gesamte Erlös geht direkt an die DKMS.

Ressort und Schlagwörter

Kreis Cochem-ZellGesundheit

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