War vergangene Woche die Mosel bei Zell noch stärker betroffen, ist das intensive Grün jetzt auch bei Ernst zu sehen. Foto: Jens Weber Jens Weber
Mosel. Iren hätten derzeit wohl ihre wahre Freude beim Anblick der Mosel. Doch entgegen dem Chicago River, der am St. Patrick’s Day grün eingefärbt wird, schimmert hier keine Lebensmittelfarbe. Warum die Bakterien sich so rasant vermehren, ist nicht abschließend geklärt – sie werden vermutlich jedenfalls nicht allzu schnell verschwinden. Denn Trockenheit, hohe Temperaturen und hoher Phosphat- sowie Nährstoffgehalt begünstigen zumindest deren Entstehung. Und mit ausreichendem Regen ist vorerst nicht zu rechnen.
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Die Mosel ist derzeit fast ein stehendes Gewässer. Die Turbinen eines der Wasserkraftwerke lassen derzeit nur 40.000 Liter pro Sekunde statt 200 bis 300 Kubikmeter durch. Mehr geht nicht, ohne den Pegel der Mosel drastisch zu senken. Die Qualität des Wassers untersucht das Landesamt für Umwelt, das die potenziell Gifte bildende Gattung Microcystis nachweisen konnte.