Über Jahre waren der Firmensitz eines Veranstaltungstechnikers sowie die umliegenden Wiesen Ausgangspunkt für Proteste der Friedensbewegung gegen in Büchel lagernde amerikanische Atomwaffen. Seit vergangenem Jahr ist die Fläche mit Bauzaun eingefriedet, nun wurde auch das Gebäude abgerissen.
Jahrelang hatte die Verbandsgemeinde Ulmen versucht, das Grundstück zu erwerben, ein entsprechender Kaufvertrag wurde nicht vollzogen, da sich der Pächter des Geländes mehrfach gegen eine Räumung wehrte. Diese wurde dann im November 2021 von der Kreisverwaltung Cochem-Zell durchgesetzt. Die sogenannte Friedenswiese, auf der Kunstobjekte und Friedenssymbole installiert sind, bleibt bisher als Ort des Protests erhalten. Das restliche Grundstück wird nun der Bundeswehr zur Verfügung gestellt.
Büchel. Über Jahre betrachteten viele Eifler ein Grundstück an der Hauptwache des Bücheler Fliegerhorsts als Schandfleck. Ein Veranstaltungsunternehmen hatte dort, drinnen wie draußen, Material gehortet.Weniger Platz für Proteste: Bundeswehr kauft Gelände am Fliegerhorst Büchel
„Mit dem Erwerb des Geländes wird die Einbindung dieser Fläche in den Militärischen Sicherheitsbereich ermöglicht, um eine deutliche Gesamtverbesserung der baulichen Situation an der Hauptwache hinsichtlich der allgemeinen Verkehrsführung sowie der militärischen Sicherheit herbeizuführen“, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung vonseiten des Geschwaders. Derzeit werde ein „umfangreiches Ausbaukonzept“ erstellt, darin seien mehrere Behörden eingebunden. Dazu zählt auch ein „zeitgerechtes Wachkonzept“, heißt es.
Büchel/Alflen. Wieder soll das Gelände an der Hauptwache des Fliegerhorsts Büchel geräumt werden, wieder ist die Polizei vor Ort. Doch am Montag ist es kein Gerichtsvollzieher, der das Firmengelände mit der Adresse Rasthaus Stein 1 in Alflen aufsucht, sondern Vertreter der Cochemer Kreisverwaltung.Räumung am Fliegerhorst hat begonnen: Kreisverwaltung setzt Verfügung durch
Noch ist nicht klar, in welchem Zeitrahmen die Umbauarbeiten erfolgen werden. Hier verweist das Geschwader auf die personellen Kapazitäten der Landesbauverwaltung. Im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr erklärt, dass aus Gründen des Umweltschutzes eine Bodensanierung vorgenommen werden müsse, um etwaige Altlasten einer ehemaligen Tankstelle zu beseitigen. Auch erwähnt wurden eine Modernisierung der Hauptzufahrt und die Optimierung des Verkehrsleitsystems.