Natur Industrie braucht andere Eigenschaften - So kann die genetische Vielfalt erhalten werden
Natur: Alte Sorten überleben nur in Privatgärten
Circa 35.000 Tomatensorten gibt es weltweit. Experimentieren und seinen Favoriten finden kann man im eigenen Garten. Foto:dpa/Klaus-Dietmar Gabbert
dpa-tmn

Kreis Altenkirchen. Gartenfreunde finden in Gartencentern und Supermärkten an Sämereien eine unglaubliche Vielfalt. Doch dieser Eindruck täuscht, denn das Saatgut im Handel besteht fast ausschließlich aus Hybrid- oder Liniensorten, die nach den Bedürfnissen der industriellen Landwirtschaft gezüchtet sind. Alte, traditionelle, regionale Sorten hingegen kommen den Bedürfnissen von Hobby-Nutzgärtnern viel eher entgegen und bringen zahlreiche weitere Vorteile mit sich. Die alten Gemüsesorten erhalten die natürliche Vielfalt und damit auch einen größeren Genpool. Die Welternährungsorganisation hat festgestellt, dass in den vergangenen hundert Jahren circa 75 (je nach Art 70 bis 90) Prozent der genetischen Artenvielfalt unserer Nutzpflanzen verloren gegangen sind. Da die Industrie sie nicht braucht, können die alten Sorten nur in Privatgärten dauerhaft überleben.

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Obwohl sie im Handel kaum stattfinden, ist es doch nicht schwer, an Samen für alte Gemüsesorten heranzukommen. Im Internet gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Saatgut zu bestellen, und auch Tauschbörsen bieten Gelegenheit, an seltenes, traditionelles Saatgut heranzukommen.

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