Menschen verbinden – so oder so: Es geht bei free 4 friends darum, interessante Bekanntschaften zu machen. Ein Button, Anstecker oder Aufkleber ebnet den Weg, hilft Hemmschwellen überwinden und führt zumindest zu netten Gesprächen, vielleicht sogar zu Freundschaft und Partnerschaft. Foto: Peter Seel sel
Daaden/Kirchen. Einsamkeit ist längst eine Art Volkskrankheit, trotz – oder gerade wegen – den sogenannten „sozialen“ Medien wie Facebook und Instagram. Während die User dort oft Scheinwelten aufbauen und Identitäten von präsentieren, die mit ihrer Wirklichkeit kaum noch etwas zu tun haben, verkümmern viele echte soziale Kontakte. Statt „analoger Freunde“, mit denen man sich zum Bierchen oder zum Abend am See trifft, tauchen Menschen in die Einsamkeiten digitaler Welten ab. Noch schlimmer ist es, wenn die Leute beim Bierchen sitzen oder am See – und jeder dennoch das iPhone in der Hand hat. Sogar bei Paaren ist das zu beobachten. Ab jetzt gibt es aber eine Art „analoges Netzwerk“: „free 4 friends“. Erfunden hat es Markus Köster.
Lesezeit 4 Minuten
„Wie kann man auch im wirklichen Leben auf ähnlich unkomplizierte Weise Kontakte knüpfen?, habe ich mich gefragt“, sagt der 50-jährige Daadener, der als Geschäftsführer eines Siegener Unternehmens tätig ist. „Meine Idee ist, dass sich draußen in der echten Welt Menschen kennen lernen, bloß dass man sie nicht anklickt, sondern anspricht.