Heute ist das Haus Felsenkeller in Altenkirchen ein soziokulturelles Zentrum. Zumindest bis in die späten 1950er-Jahre verbrachten hier Jungen und Mädchen Zeit zur Erholung - und machten dabei nicht immer positive Erfahrungen. Sonja Roos
Zwischen den 1950er- und den 1990er-Jahren wurden in Deutschland acht bis zwölf Millionen Kinder zu Kur- oder Erholungsaufenthalten in Heime geschickt – auch in den Westerwald. Ein Blick hinter die Kulissen befördert mitunter Erschütterndes zutage.
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Die sogenannte Kinderverschickung erlebte in Deutschland in den 1950er- und 1960er-Jahren ihren Höhepunkt. Millionen von Kindern wurden in dieser Zeit zur Erholung in Heime geschickt – als „fester Bestandteil der bundesdeutschen Sozial- und Gesundheitsgeschichte“, wie es Louisa Stockschläder bei einem Vortrag im Landeshauptarchiv in Koblenz erläutert.