Geld regiert die Welt
Theater Bonn eröffnet mit „Kirschgarten“-Fortsetzung
Gruppenkuscheln in der Sauna: Für einen kurzen Moment scheint die Welt in „Meine Kirschen, mein Garten, mein Geld“ in Ordnung.
Gruppenkuscheln in der Sauna: Für einen kurzen Moment scheint die Welt in „Meine Kirschen, mein Garten, mein Geld“ in Ordnung.
Matthias Jung. Theater Bonn

„Meine Kirschen, mein Garten, mein Geld“: Das Schauspiel Bonn eröffnet die Spielzeit mit einer kühnen Fortsetzung von Tschechows „Kirschgarten“. Geld ersetzt Kirschen, Sauna, Schulden und jede Menge Eier treiben die Figuren an ihre Grenzen.

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Die Kirschbäume sind kahl, der Zauber verflogen. Die Macht des Kapitals hat auch in jenem einst wunderschönen Garten Einzug gehalten, dem Anton Tschechow vor mehr als 120 Jahren ein Denkmal gesetzt hat. Die Äxte, die am Ende von „Der Kirschgarten“ erklingen, haben ihre Schuldigkeit getan, die Idee des Kaufmanns Lopachin, das Grundstück abzuholzen und Bungalows zu errichten, ist Wirklichkeit geworden.

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