So hat die Polizei Adenau im vergangenen Jahr 1188 Verkehrsunfälle aufgenommen. Im Jahr 2022 waren es 15 Unfälle weniger. Eine deutliche Verbesserung oder Verschlechterung zeichnet sich hier demnach nicht ab. Es wurden insgesamt weniger Menschen bei Unfällen in 2023 verletzt als noch im Vorjahr. 169 Verletzte (davon 30 schwer und 137 leicht verletzt) gab es 2023, 2022 waren es 173 (davon 50 schwer und 122 leicht verletzt). Zwei Menschen verunglückten bei Unfällen in 2023 tödlich, während es 2022 nur einer war.
Die meisten Unfälle passierten in beiden Jahren auf Straßen außerhalb von Orten. Der größte Teil der Verkehrsunfälle ereignete sich mit 410 Unfällen auf Bundesstraßen, 276 Unfälle wurden auf Landstraßen und 169 Unfälle auf Kreisstraßen polizeilich aufgenommen. 333 Unfälle ereigneten sich auf Gemeindestraßen, überwiegend waren das laut Polizei Verkehrsunfälle auf Parkplätzen. Die Zahl der Wildunfälle ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, sie liegt bei 413 (Vorjahr: 442).
Unfälle auf dem Nürburgring: Bei Touristenfahrten wurden im Jahr 2023 insgesamt 76 (2022: 71) Verkehrsunfälle auf der Nürburgring-Nordschleife von der PI Adenau aufgenommen. Dabei wurden wie im Vorjahr 15 Personen schwer verletzt und 29 (2022: 31) Personen leicht.
Unfälle infolge mangelnder Verkehrstüchtigkeit: Bei der PI Adenau wurden im Jahr 2023 gesamt 15 (2022: 22) Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen aufgenommen. Bei den Verkehrsunfällen infolge mangelnder Verkehrstüchtigkeit waren bei zwei (2022: vier) Unfällen schwer verletzte und bei 10 (2022: drei) Unfällen leicht verletzten Personen zu verzeichnen. Die Polizei kündigt an, ihre Kontrollen in diesem Bereich auch 2024 weiter durchzuführen.
Unfälle mit Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren: Im Jahr 2023 ereigneten sich 245 (2022: 220) Verkehrsunfälle unter Beteiligung von jungen Fahrern. Im Jahr 2019 lag diese Zahl noch bei 312. Bei den Unfällen dieser Altersgruppe verunglückten 42 (2022: 30) Jugendliche. Hierbei wurden vier (2022: sechs) Jugendliche schwer und 38 (23) Jugendliche leicht verletzt.
Unfälle mit Kindern bis 14 Jahre: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung ist im Jahr 2023 von zehn im Vorjahr auf sechs gesunken. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden vier Kinder als Mitfahrer im Fahrzeug leicht verletzt.
Unfälle mit Senioren (65 Jahre und älter): An 253 (2022: 250) Verkehrsunfällen waren Senioren beteiligt. Bei den Unfällen dieser Altersgruppe wurden sechs (2022: acht) Senioren schwer und zwölf (2022: 24) Senioren leicht verletzt.
Unfälle mit motorisierten Zweirädern: Von der PI Adenau wurden im Jahr 2023 74 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von motorisierten Zweiradfahrern aufgenommen. 2022 waren es 80 Fälle. Bei diesen Unfällen wurden 19 Kradfahrer schwer und 34 Kradfahrer leicht verletzt. Zwei Kradfahrer erlagen infolge der Unfälle ihren tödlichen Verletzungen. Im Vorjahr gab es keinen tödlichen Unfall dieser Art.
An der Spitze der Hauptunfallursachen stehen nach laut Polizei wie vor zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand. Darüber hinaus dürfte auch die Ablenkung im Straßenverkehr für zahlreiche Verkehrsunfälle verantwortlich sein. Das gilt insbesondere durch die Nutzung eines Mobiltelefons oder mobilen Gerätes. „Die Ablenkung durch mobile Geräte wird immer noch unterschätzt. Wir werden auch in diesem Bereich unsere Kontrollen verstärken, hoffen jedoch auch auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer“, heißt es von der PI Adenau.
Das Fazit des Leiters der PI Adenau fällt wie folgt aus: „Leider ist die Lärmbelastung durch illegal veränderte Fahrzeuge hier sehr hoch. Wir werden weiter Raser und Poser in den Blick nehmen. Uns liegt aber auch das Thema Ablenkung im Straßenverkehr am Herzen. Leider sind immer wieder Fahrer zu beobachten, die mit ihrem Handy beschäftigt sind, oder auch Radfahrer und Fußgänger, die mit Kopfhörern vom Straßenverkehr abgelenkt werden. Hier müssen wir die Einsicht wecken, dass schon eine kurze Ablenkung fatale Folgen haben kann.“ red
Anschnallplicht kontrolliert
Die Polizeiinspektion Adenau kündigt an, weiterhin Kontrollen – vor allem an Schulen und Kindergärten – durchzuführen. Bei diesen wird insbesondere die ordnungsgemäße Sicherung der Kinder in den Fahrzeugen überprüft. Die Polizei bittet die Eltern, auch auf kurzen Strecken ihre Kinder ordnungsgemäß im Fahrzeug zu sichern. red

