Thomas Meyer tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 14 – Bad Neuenahr-Ahrweiler – für die Partei SPD an. Um sich den Wählern vorzustellen, beantwortet Meyer in diesem Artikel Fragen zu sich und politischen Inhalten, die wir allen Kandidaten haben zukommen lassen.
Was müssen die Wählerinnen und Wähler über Sie als Politiker wissen? Was sind Ihre Eignung, Motivation und Zielvorstellung für die Aufgabe im neuen Landtag?
Als Kind der Region bin ich durch viele ehrenamtlichen Tätigkeiten und jahrelange Vereinsarbeit tief verwurzelt. Außerdem weiß ich als Lehrer und Familienvater sehr gut um die Situation von jungen Menschen und Familien Bescheid, weil ich sie tagtäglich erlebe. Meine Motivation liegt eben darin begründet: Jeder Mensch muss die gleichen Chancen haben, gesellschaftlich aufzusteigen und Leistung zu bringen. Das geht nur mit sozialer Gerechtigkeit, die strukturelle Hürden abbaut, statt von einer natürlichen Chancengleichheit auszugehen. Mein Ziel ist, Menschen Leistung zu ermöglichen, die wenigsten wollen nämlich nichts leisten. Dafür möchte ich im Landtag die Rahmenbedingungen schaffen und mich darüber hinaus weiteren Baustellen widmen. Für unsere Heimat bedeutet das konkret: Tourismus und Weinbau fördern, Wirtschaft durch Bürokratieabbau entlasten und sowohl ÖPNV als auch medizinische Versorgung im ländlichen Raum durch alternative Konzepte lückenlos sicherzustellen.
Ein paar persönliche Informationen: Bitte nennen Sie uns zentrale Eckpunkte und Ereignisse Ihres Lebenslaufs: Name, Alter, Familienstand, Kinder, Schul- und Berufsausbildung, aktueller Beruf, politische Erfahrung und Parteizugehörigkeit.
Mein Name ist Thomas Meyer, ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. Nach dem Abitur am Peter-Joerres-Gymnasium absolvierte ich mein Studium an der Uni Koblenz und arbeite seit 2018 als Realschullehrer an der Boeselager Realschule Plus in Ahrweiler. Ich bin Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler und vertrete die Menschen vor Ort im Ortsbeirat Ahrweiler. Vor drei Jahren eingetreten, bin ich nun stellvertretender Vorsitzender im Ortsverein Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Welche Herausforderung in Rheinland-Pfalz muss in den ersten 100 Tagen einer neuen Landesregierung sofort angegangen werden, und wie bringen Sie sich dabei ein?
Ich nehme die Rückmeldungen der Schulen sehr ernst und sehe die Entlastung der Lehrkräfte als zentrale Aufgabe der nächsten Landesregierung. Dabei bleibt das Kind im Fokus: Entlastung muss über mehr Ressourcen erfolgen und allen in der Schule zugutekommen. Aus der Praxis kenne ich die strukturellen Probleme und kann die Tragweite bildungspolitischer Entscheidungen einschätzen. Ziel: Schüler und Lehrkräfte gehen gerne zur Schule. Zudem braucht es Bürokratieabbau durch digitale Prozesse.
Was läuft aus Ihrer Sicht im rheinland-pfälzischen Bildungssystem aktuell schief, und wie wollen Sie die Probleme konkret lösen?
Die Basis muss stimmen: Kitas brauchen mehr Personal und Sprachförderkräfte, um Kinder gut auf die Schule vorzubereiten und Grundschulen zu entlasten. Ein verpflichtendes Jahr wäre kontraproduktiv: Nichterfüllung führt zu Zwang und schadet Beziehungen. Kleine Klassen in weiterführenden Schulen sind langfristig Ziel, dürfen aber nicht zulasten der Kommunen gehen, die Gebäude teuer anpassen müssten. Hoffentlich wurde das beim Wiederaufbau bedacht und richtig entschieden.
Welche Koalition wird Rheinland-Pfalz nach der Wahl regieren, und wer wird sie anführen?
Wahlprognosen sind in Rheinland-Pfalz weniger aussagekräftig, die SPD punktet oft „hinten raus“. Ich gehe davon aus, dass Alexander Schweitzer Ministerpräsident einer SPD-geführten Regierung bleibt. Wichtiger sind Inhalte: Bürokratieabbau, medizinische Versorgung im ländlichen Raum, Bildungsgerechtigkeit und Wiederaufbau sind keine Exklusivthemen; es gibt Überschneidungen, unterschiedliche Strategien und Kompromissmöglichkeiten. Die SPD hat bereits verschiedene Koalitionen erfolgreich geführt.
Warum braucht es gerade Sie im neuen Landtag, und für welche drei politischen Anliegen aus Ihrem Wahlkreis wollen Sie sich unmittelbar nach der Wahl einsetzen?
Mit über 20 Jahren Ehrenamt bin ich nah an den Menschen. Der direkte Austausch auf der Straße, an Infoständen und Haustüren ist mir wichtig und unerlässlich für Inhalte. Ich setze mich für die Schulen im Kreis ein und begleite den Wiederaufbau und die weitere Entwicklung eng. Mir liegt der Tourismus am Herzen, besonders der Weinbau als Teil unserer Identität. Der ÖPNV muss moderner, flexibler und nutzerfreundlicher werden – besonders im ländlichen Raum.
Warum ist Ihr Wahlkreis der beste/schönste/attraktivste in Rheinland-Pfalz?
Ich habe pfälzische Wurzeln und bin Rheinland-Pfalz-Fan. Aber hier ist es am besten! Ernsthaft: Wie kann man unsere Heimat nicht lieben? Die Steillagen der Mittelahr, die Dialekte von Ort zu Ort – unverwechselbar. Wenn ich nicht hier lebte, würde ich hier Urlaub machen. Durch meine Funktionen im Fußball und durch Musikveranstaltungen an Karneval war ich viel unterwegs und habe mich neben Natur und Kultur vor allem für die Menschen begeistern können, die hier leben, arbeiten und feiern.
Alle Angaben stammen von Thomas Meyer.
Kontakt zum Kandidaten
Thomas Meyer (SPD)
Wahlkreis 14 (Bad Neuenahr-Ahrweiler)
Landesliste: Platz 51
Telefon: keine Angabe
E-Mail: thomas.meyer@spd-ahrweiler.de
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Instagram: MeyernachMainz

