Kandidaten für den Landtag
Lüdtke: „Es braucht jetzt sozialen Wohnungsbau“
Michael Lüdtke (Die Linke)
Michael Lüdtke (Die Linke)
Michael Lüdtke

In den verschiedenen Wahlkreisen im RZ-Land bewerben sich jede Menge Kandidatinnen und Kandidaten um ein Direktmandat für den nächsten Landtag. Wir haben sie gebeten, sich unseren Lesern zu präsentieren.

Lesezeit 3 Minuten

Michael Lüdtke tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 13 – Remagen/Sinzig – für die Partei Die Linke an. Um sich den Wählern vorzustellen, beantwortet Lüdtke in diesem Artikel Fragen zu sich und politischen Inhalten, die wir allen Kandidaten haben zukommen lassen.

Was müssen die Wählerinnen und Wähler über Sie als Politiker wissen? Was sind Ihre Eignung, Motivation und Zielvorstellung für die Aufgabe im neuen Landtag?

Ich komme aus der Praxis. Ich arbeite seit 2007 in einem Jobcenter und weiß, was politische Entscheidungen im Alltag der Menschen bedeuten. Seit Jahren engagiere ich mich kommunal, parteipolitisch und im Ehrenamt. Meine Eignung für den Landtag liegt darin, Probleme nicht abstrakt, sondern aus konkreten Lebenslagen heraus zu betrachten: steigende Mieten, unsichere Arbeit, überlastete Verwaltungen, fehlende Angebote im ländlichen Raum. Ich höre zu, arbeite sachlich und bleibe dabei klar in der Haltung. Meine Motivation ist, Politik wieder verlässlich und nachvollziehbar zu machen, insbesondere an der Seite derjenigen, die sonst kaum Gehör finden. Im Landtag will ich mich für bezahlbares Wohnen, gute Arbeitsbedingungen, eine starke kommunale Finanzierung sowie Frieden und soziale Sicherheit einsetzen. Politik muss den Menschen dienen. Nicht umgekehrt!

Ein paar persönliche Informationen: Bitte nennen Sie uns zentrale Eckpunkte und Ereignisse Ihres Lebenslaufs: Name, Alter, Familienstand, Kinder, Schul- und Berufsausbildung, aktueller Beruf, politische Erfahrung und Parteizugehörigkeit.

Michael Lüdtke, Geburtsjahr: 1986, verheiratet, zwei Kinder (17 und 15), Schulbildung an der Rheintalschule Bad Breisig, Ausbildung bei der Agentur für Arbeit, seit 2007 im Jobcenter Rhein-Sieg tätig, aktuell Sachbearbeiter und Vertrauensperson für schwerbehinderte Menschen. Politische Erfahrung: kommunal-, parteiliches Engagement. Partei: Die Linke.

Welche Herausforderung in Rheinland-Pfalz muss in den ersten 100 Tagen einer neuen Landesregierung sofort angegangen werden, und wie bringen Sie sich dabei ein?

Die drängendste Aufgabe ist die soziale Absicherung im Alltag. In den ersten 100 Tagen müssen ein landesweites Mietmoratorium bei landeseigenen Wohnungsunternehmen, zusätzliche Mittel für kommunale Sozial- und Wohnungsämter sowie der Abbau unnötiger Bürokratie in Jobcentern und Verwaltungen angegangen werden. Ich bringe meine Erfahrung aus dem Jobcenter ein, um kommunale Regelungsvorgaben praxisnah umzusetzen und Fehlsteuerungen frühzeitig zu korrigieren.

Was läuft aus Ihrer Sicht im rheinland-pfälzischen Bildungssystem aktuell schief, und wie wollen Sie die Probleme konkret lösen?

Im rheinland-pfälzischen Bildungssystem fehlt es an Personal, Zeit und Verlässlichkeit. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sind überlastet, Förderung hängt zu stark von Herkunft ab. Das frühe Aussortieren nach der Grundschule verstärkt soziale Ungleichheit. Ich setze mich für gemeinsames Lernen bis zur Oberstufe, kleinere Lerngruppen, verbindliche Schulsozialarbeit, ausreichend unbefristete Stellen und kostenloses Essen für alle statt bürokratischer Einzelleistungen ein.

Welche Koalition wird Rheinland-Pfalz nach der Wahl regieren, und wer wird sie anführen?

Nach aktuellen Wahlumfragen ist eine große Koalition aus CDU und SPD in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich. Aus meiner Sicht wäre das jedoch kein Fortschritt. Die Bundesregierung zeigt derzeit, dass Sozialabbau auch mit Sozialdemokrat∗innen möglich ist. Das bereitet mir Sorge. Eine progressive rot-rot-grüne Koalition braucht noch Mut und Überzeugungsarbeit. Als Linke sind wir hoch motiviert, die Opposition breiter aufzustellen, und tun dies mit wachsendem Rückhalt in der Bevölkerung.

Warum braucht es gerade Sie im neuen Landtag, und für welche drei politischen Anliegen aus Ihrem Wahlkreis wollen Sie sich unmittelbar nach der Wahl einsetzen?

Erstens: Wohnen – im Wahlkreis braucht es jetzt sozialen Wohnungsbau. Ich setze mich für landeseigene Wohnungsbauprogramme ein, bevor die Folgen des demografischen Wandels spürbar werden. Zweitens: Gesundheitsvorsorge – nach der Schließung zweier Krankenhäuser im Kreis Ahrweiler fordere ich die Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung und einen Kreißsaal. Drittens: Wiederaufbau – ich kämpfe für höhere Zuschüsse etwa beim Neubau von Kläranlagen, um Bürger∗innen zu entlasten.

Warum ist Ihr Wahlkreis der beste/schönste/attraktivste in Rheinland-Pfalz?

Rheinland-Pfalz ist insgesamt ein sehr vielfältiges und lebenswertes Bundesland, und wir sollten unsere Regionen öfter neu entdecken, statt weit zu verreisen. Der Kreis Ahrweiler steht dafür beispielhaft: vom Nürburgring über die Brohltalbahn, vom Wandern auf dem Rotweinwanderweg bis zum Radfahren am Rheinufer. Die Menschen sind typisch rheinisch herzlich, die Lebensqualität ist hoch. Ich lebe gerne hier und vertrete meinen Wahlkreis und Rheinland-Pfalz mit großer Verbundenheit.

Alle Angaben stammen von Michael Lüdtke.

Kontakt zum Kandidaten

Michael Lüdtke (Die Linke)

Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig)

Landesliste: –

Die Linke Kreisverband Ahrweiler

Postfach 656654 Brohl-Lützing

E-Mail: michael.luedtke@die-linke-ahrweiler.de

Social-Media-Kontakte:

Instagram: @michael_luedtke_die_linke

Homepage: https://www.dielinke-ahrweiler.de/michael

Ressort und Schlagwörter

Kreis AhrweilerWK 13 – Remagen/Sinzig

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