Ausbildung bei der Feuerwehr verlief erfolgreich
Fünf neue Gefahrstoffspezialisten im Kreis Ahrweiler: Ausbildung war schweißtreibend
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Die Lehrgangsteilnehmer lernten, wie man der hohen köperlichen Mehrbelastung beim Tragen eines CSA-Anzugs standhält. Foto: Jennifer Schwab
Jennifer Schwab

Kreis Ahrweiler. Sogenannte ABC-Einsätze bei der Feuerwehr dienen dazu, Menschen, Tiere, Sachwerte und Umwelt vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu schützen. Dafür hält der Landkreis Ahrweiler einen Gefahrstoffzug mit Fahrzeugen und speziell ausgebildeten Feuerwehrfrauen und -männern vor, der in den Teileinheiten Ahrbrück, Ahrweiler, Altenahr, Burgbrohl und Oberwinter stationiert ist.

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Damit diese Einheiten ABC-Einsätze sicher und effizient abarbeiten können, verfügen sie neben schwerem Gerät auch über spezielle persönliche Schutzausrüstung, sogenannte Chemikalienschutzanzüge (CSA). „Das zusätzliche Gewicht von Atemschutz und CSA in Verbindung mit schwerer körperlicher Arbeit, eingeschränkter Sicht, erschwerter Kommunikation und Hitzestau bedeuten allerdings einen enormen Stress für die Einsatzkräfte“, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr-Kreisausbildung Ahrweiler. „Diese hohe körperliche und psychische Mehrbelastung macht eine umfangreiche Zusatzausbildung zwingend erforderlich.“

Lehrgang fand im Feuerwehrgerätehaus Ahrbrück statt

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Ahrweiler vor Kurzem mit Lion Helbing, Sebastian Kiebert, Jannis Klaes, Benedikt Lippmann und Johannes Mauel erneut fünf Feuerwehrleute erfolgreich zu CSA-Trägern ausgebildet. Der Lehrgang fand im Feuerwehrgerätehaus Ahrbrück statt. Das neue Ausbilderteam mit Jennifer Schwab, Michael Meurer und Tobias Schwank wurde bei dem aufwendigen Lehrgang von den ehemaligen Zugführern des Gefahrstoffzugs und langjährigen Kreisausbildern Friedhelm Jakobs und Jürgen Kerich unterstützt.

In insgesamt 16 Übungsstunden lernten die künftigen Gefahrstoffzug-Kräfte nicht nur die Eigenschaften und Grenzen der zusätzlichen persönlichen Schutzausrüstung in Theorie und Praxis, sondern auch die Grenzen der eigenen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit kennen.

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Die Teilnehmer und Ausbilder des Lehrgangs für CSA-Lehrgangs. Foto: Anna-Lina Helbing
Anna-Lina Helbing

Damit die angehenden CSA-Träger lernen, auch in gefährlichen Situationen ruhig und zielsicher zu arbeiten, wurde die Belastung in mehreren praktischen Übungen Schritt für Schritt gesteigert. So standen nach dem An- und Ablegen zur einfachen Gewöhnung Geschicklichkeit, leichte und schwere Arbeit wie zum Beispiel das Kuppeln von Schläuchen, der Aus- und Einbau von Rohrleitungsteilen und das Durchführen von Be- und Entladungsarbeiten auf dem Lehrplan. Außerdem wurden die fünf Feuerwehrleute auf die Rettung von Personen aus Notsituationen vorbereitet.

BKI und Zugführer gratulierten den Teilnehmern

„Der Brand- und Katastrophenschutzinspektor des Landkreises Ahrweiler, Michael Zimmermann, und die Gefahrstoffzugführer Jan Claesgens und Tobias Schwank gratulierten den Teilnehmenden und bedankten sich bei den Ausbildern, insbesondere bei Jakobs und Kerich, für ihr langjähriges Engagement in der Feuerwehr-Kreisausbildung“, heißt es in der Mitteilung des Gefahrstoffzuges abschließend. red

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