Bettina Fellmer tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 13 – Remagen/Sinzig – für die Partei Bündnis 90/Die Grünen an. Um sich den Wählern vorzustellen, beantwortet Fellmer in diesem Artikel Fragen zu sich und politischen Inhalten, die wir allen Kandidaten haben zukommen lassen.
Was müssen die Wählerinnen und Wähler über Sie als Politikerin wissen? Was sind Ihre Eignung, Motivation und Zielvorstellung für die Aufgabe im neuen Landtag?
Ich kandidiere, um die Bedeutung grüner Politik in Zeiten zunehmender Polarisierung zu vertreten. Als langjährige Kommunalpolitikerin, Projektmanagerin und Beraterin in der internationalen Entwicklungspolitik werde ich grüne Positionen mit Sachverstand und Engagement in den Landtag tragen – und damit einen Gegenpol zu emotionaler Hetze und Stammtischparolen setzen. Die Grünen sind unverzichtbar für eine Politik, die Mensch und Natur gleichermaßen im Blick hat. Doch in der aktuellen Debatte werden unsere Positionen oft in die Defensive gedrängt. Ich möchte dazu beitragen, dass grüne Ideen wieder den Raum erhalten, den sie verdienen: als Grundlage für eine nachhaltige, gerechte und zukunftsorientierte Politik. Meine Kandidatur steht für einen breiten politischen Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Fragen zusammenführt.
Ein paar persönliche Informationen: Bitte nennen Sie uns zentrale Eckpunkte und Ereignisse Ihres Lebenslaufs: Name, Alter, Familienstand, Kinder, Schul- und Berufsausbildung, aktueller Beruf, politische Erfahrung und Parteizugehörigkeit.
Ich heiße Bettina Fellmer und bin 63 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter und ein Enkelkind. Ich stamme aus Niedersachsen, war lange in Berlin und lebe seit 2008 sehr gern in Remagen. Ich bin Diplom-Ingenieurin der Landschaftsplanung und arbeite seit 25 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Ich bin seit 37 Jahren Mitglied bei Bündnis 90/ Die Grünen und seit 2014 auf der kommunalen Ebene aktiv. Zurzeit bin ich Sprecherin der Fraktion der Grünen im Stadtrat von Remagen.
Welche Herausforderung in Rheinland-Pfalz muss in den ersten 100 Tagen einer neuen Landesregierung sofort angegangen werden, und wie bringen Sie sich dabei ein?
Ich würde mit drei Dingen beginnen: 1) sofort ein kostenfreies Schulessen und Schüler-/Azubi-Ticket einführen, 2) einen runden Tisch mit Vertretern aus Wirtschaft, Kommunen und Naturschutzverbänden zur Beschleunigung von Verfahren einrichten und 3) in Zusammenarbeit mit den Kommunen deren Finanzhaushalte verbessern. Dazu gehört sowohl eine gerechte Verteilung der Steuereinnahmen als auch die Unterstützung bei der Generierung eigener Einnahmen wie zum Beispiel der Energieerzeugung aus Sonne oder Wind.
Was läuft aus Ihrer Sicht im rheinland-pfälzischen Bildungssystem aktuell schief, und wie wollen Sie die Probleme konkret lösen?
Gute Bildung muss wichtiger werden in der Politik. Sie braucht gute Lernorte - barrierefrei, energieeffizient, an sicheren Standorten. Wir brauchen mehr Personal – für die gute Umsetzung der Ganztagsschule und zur Unterstützung von Kindern, die unter den Folgen der Flut und der Krisen der letzten Jahre leiden. Und ich setze mich ein für ein kostenfreies gesundes Mittagessen, bessere digitale Infrastruktur und ÖPNV-Anbindung, damit alle Kinder gleiche Chancen auf beste Bildung haben.
Welche Koalition wird Rheinland-Pfalz nach der Wahl regieren, und wer wird sie anführen?
Aufgrund des kompletten Ausstiegs der USA aus dem Klimaschutz und der Vollbremsung der Bundeswirtschaftsministerin beim Ausbau der erneuerbaren Energien realisieren viele Menschen, dass es jetzt sofort nachhaltige Politik braucht. Und diese gibt es nur mit den Grünen. Sie werden die stärkste Partei. In einer Koalition mit der SPD und/oder der CDU wird Katrin Eder Ministerpräsidentin.
Warum braucht es gerade Sie im neuen Landtag, und für welche drei politischen Anliegen aus Ihrem Wahlkreis wollen Sie sich unmittelbar nach der Wahl einsetzen?
Starke Wirtschaft, starke Kommunen, starke Natur: Handwerk und Mittelstand brauchen gute Infrastruktur, attraktive Standorte mit guten Bildungs- und Freizeitangeboten, bezahlbarem Wohnraum und weniger Bürokratie. Kommunen müssen entsprechend ihrer Aufgaben finanziell ausgestattet und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Über allem steht der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, denn ohne sie ist alles nichts. Das heißt etwa umfassender Klimaschutz und Erhalt des Verbandsklagerechts.
Warum ist Ihr Wahlkreis der beste/schönste/attraktivste in Rheinland-Pfalz?
Das ist die alte Frage: Warum ist es am Rhein so schön? Für mich ist das die Kombination aus einzigartiger Landschaft am Rhein und dem mehr vulkanisch geprägten Brohltal in Verbindung mit den herzlichen, offenen Menschen, geprägt von der Kultur aus mehr als 2000 Jahren wechselvoller Geschichte. Hinzu kommen ein attraktiver Wirtschaftsstandort, gute Infrastrukturanbindung, fantastische Freizeitangebote und sehr gute Gastronomie. Damit das so bleibt, verweise ich auf meine Hauptanliegen oben.
Alle Angaben stammen von Bettina Fellmer.
Kontakt zur Kandidatin
Bettina Fellmer (Bündnis 90/Die Grünen)Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig)Landesliste: –
E-Mail: bettina.fellmer@gruene-aw.de
Instagram: bettinafellmer
Post: c/o Geschäftsstelle des KV Ahrweiler von Bündnis 90/Die Grünen Ringstraße 21, 56651 Niederdürenbach

