An der Hohen Acht ist es am Mittwochabend, 12. August, um 21.22 Uhr zu einer Meldung eines Vegetationsbrandes gekommen. Unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Turms brannten nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Adenau etwa 700 Quadratmeter Wald in schwer zugänglichem Gelände. Sowohl am Boden liegendes Holz und Gestrüpp als auch Bäume brannten. Die Feuerwehr hatte mit den Löscharbeiten alle Hände voll zu tun.

Der Zugangsweg zum Aussichtsturm diente dabei als natürliche Brandbarriere. Nach einer ersten Eindämmung haben die Feuerwehrleute am Boden liegendes Holz mithilfe von Motorsägen beseitigt, um weitere Brandquellen auszuschließen. Hinzu kam, dass Wackersteine, die zur Böschungsbefestigung dienen, viel Hitze aufgenommen hatten und händisch umgedreht und abgekühlt werden mussten, wie die Wehr mitteilt.
Bei dem Löscheinsatz kam auch die Drohne der VG Adenau zum Einsatz, die über eine Wärmebildkamera verfügt. Sie diente dazu, Glutnester ausfindig zu machen. „Herausfordernd war die Wasserversorgung“, schreibt die Adenauer Feuerwehr in ihrem Pressebericht. „Mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr wurde Wasser über eine lange Wegstrecke gefördert, da Großfahrzeuge nicht bis an die Einsatzstelle heranfahren konnten.“ Bei dem Einsatz wurde ein Mitglied der Feuerwehr verletzt. Es handelte sich allerdings nicht um eine Brandverletzung, sondern um eine Verletzung, nachdem die Person in dem unwegsamen Gelände umgeknickt war.
Parallel erfolgte eine weitere Alarmierung
Im Einsatz waren die Feuerwehren Kaltenborn, Adenau, Antweiler, Nürburg, Schuld und Wiesemscheid, sowie die Feuerwehr Kempenich (VG Brohltal) und ein Rettungswagen. Auch die Polizei war vor Ort. Insgesamt waren 66 Einsatzkräfte beteiligt.
Parallel kam es zu einem weiteren Einsatz in der Verbandsgemeinde Adenau. Im Bereich Wershofen wurde Brandgeruch im Freien wahrgenommen. Die Feuerwehren Aremberg und Wershofen konnten dann aber glücklicherweise kein Feuer feststellen.

