Mitarbeiter der Ausländerbehörde der Stadt Koblenz sollen bestechlich gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Katrin Steinert
Koblenz. Drei (Ex-)Mitarbeiter des Koblenzer Ausländeramts stehen im Verdacht, korrupt gehandelt zu haben und von Flüchtlingen Gegenleistungen angenommen zu haben. Diese Information unserer Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt auf Anfrage bestätigt. Einer der Mitarbeiter, ein ehemaliger Bediensteter, sitzt seit Oktober 2018 in Untersuchungshaft, weil Flucht- und Verdunklungsgefahr besteht. Die Ermittlungen hatten Ende 2017 begonnen.
Gegen den Inhaftierten besteht der dringende Tatverdacht der Bestechlichkeit in mehreren Fällen. Er soll von Ausländern Gegenleistungen für Diensthandlungen im Ausländerrecht gefordert beziehungsweise angenommen haben, berichtet Oberstaatsanwältin Martina Müller-Ehlen auf Anfrage.