Schülerinnen und Schüler der Diesterweg- und Hans-Zulligerschule befestigen am Mahnmal weiße Rosen und Tafeln, auf denen das Schicksal der Ermordeten dargestellt wird. Winfried Scholz
Die Nazis sprachen von Euthanasie, „schöner Tod“ – tatsächlich aber wurde so der organisierte Mord an Menschen verschleiert, die die Machthaber als „nicht lebenswert“ aussortierten. Sie standen nun in Koblenz im Mittelpunkt des Gedenkens.
Lesezeit 2 Minuten
Bei Elisabeth M., geboren 1913 in Mülheim-Kärlich, wird 1932 ein schizophrener Schub diagnostiziert. Auf einen Fürsorgearzt macht sie „einen fernen, läppisch-albernen Eindruck“. Juni 1934 stellt ein Arzt einen Antrag auf Unfruchtbarmachung. Trotz Widerspruch ihres Vaters wird sie im April 1935 in Koblenz sterilisiert und als geheilt entlassen.