<span>Tötung eines Waldescher Discobetreibers: Hat Russe im Gefängnis eine andere Geschichte erzählt als vor Gericht?</span>: Mordprozess: Mithäftlinge belasten Angeklagten
Tötung eines Waldescher Discobetreibers: Hat Russe im Gefängnis eine andere Geschichte erzählt als vor Gericht?
Noch werden diese Akten benötigt: Im Prozess um die Tötung des Waldescher Discobetreibers Daniel Steinert ist noch kein Urteil gefallen. Nächster Verhandlungstermin ist der 11. Februar. picture alliance/dpa
Waldesch/Koblenz. Haben der Kasache Marat O. und der Russe Ruslan B. den Discobetreiber Daniel Steinert aus Waldesch gemeinschaftlich handelnd getötet? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 3. Strafkammer des Koblenzer Landgerichts schon seit Monaten. Und das, obwohl einer der Angeklagten, Ruslan B., bereits am ersten Tag der Hauptverhandlung gestanden hatte, dass er bei der Tat im September 2013 das Auto gefahren und dass O. den Discobetreiber erschossen hat. Doch das Geständnis halten vor allem die Anwälte von O. für nicht glaubhaft. Auf ihren Antrag hin wurden nun zwei Zeugen verhört, die B. mit ihren Aussagen belasteten.
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Demzufolge habe B. ihnen gegenüber erklärt, das Opfer selbst erschossen zu haben. Das ist insofern interessant, weil B. in einem vor Beginn der Hauptverhandlung abgegebenen Geständnis auch schon mal behauptet hatte, dass er der Alleintäter war, diese Aussage aber durch sein Geständnis zu Beginn der Hauptverhandlung revidierte und erklärte, er habe die alleinige Schuld nur auf sich genommen, weil O.