Der Lauf war eine gemeinsame Aktion der Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Rhein-Lahn, Westerwald, Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Wie die Koblenzer Stadtverwaltung mitteilt, wurde der Spendenscheck jüngst an den Förderverein des Frauenhauses Koblenz übergeben. Die Vorsitzende Nora Salvadori wird den Betrag auf die drei Frauenhäuser der Region verteilen. „Wir freuen uns, dass mit dem Spendenlauf die Frauenhäuser unterstützt werden, aber auch, dass das Thema Gewalt gegen Frauen ins Bewusstsein gerückt wird. Denn es geht hier nicht um Einzelschicksale“, sagten die Gleichstellungsbeauftragten.
Jede vierte Frau wird einmal Opfer
Statistisch gesehen wird jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt durch ihren (Ehe-)Partner oder Freund. Jeden dritten Tag stirbt weltweit eine Frau durch häusliche Gewalt. Die vorhandenen Schutz- und Beratungsangebote reichten bei Weitem nicht aus und seien schlecht finanziert, schreibt die Stadtverwaltung. Frauenhäuser sind Schutzeinrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen mit und ohne Kinder.
„Ein großes Dankeschön gilt allen, die mitgelaufen sind und ihre Solidarität mit den betroffenen Frauen gezeigt haben“, dankten die Gleichstellungsbeauftragten den Teilnehmern. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, und Landtagspräsident Hendrik Hering hatten die Laufschuhe geschnürt und sind mitgelaufen, ebenso wie der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises. Die organisatorische Betreuung des Spendenlaufes lag in den Händen von Katja Dasbach.
So ist Rheinland-Pfalz aufgestellt
In Rheinland-Pfalz tragen 18 Frauenhäuser, zwölf Frauennotrufe, 18 Interventionsstellen, zwei Mädchenunterstützungseinrichtungen und vier Beratungsstellen mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration dazu bei, betroffene Frauen zu schützen und zu unterstützen. Von Gewalt betroffene Frauen können sich telefonisch unter der Nummer 08000/116.016 Hilfe holen.


