Koblenzerin plädiert für mehr Rücksichtnahme, die allen zugute käme: Koblenzerin plädiert für mehr Rücksichtnahme: Blinde Frau fühlt sich erst durch andere behindert
Koblenzerin plädiert für mehr Rücksichtnahme, die allen zugute käme
Koblenzerin plädiert für mehr Rücksichtnahme: Blinde Frau fühlt sich erst durch andere behindert
Die Koblenzerin Marion Franzen kommt sehr gut allein zurecht – wenn sie nicht von ihrer Umwelt behindert wird. Foto: Doris Schneider Doris Schneider
Eigentlich sind es die kleinen, alltäglichen Ärgernisse, über die Marion Franzen berichten will. Es ist nichts Dramatisches passiert, es gab keinen Unfall. Aber es hätte was Dramatisches passieren können, es hätte mehr als einmal einen Unfall geben können. Denn Marion Franzen ist nahezu blind – und sie ist trotzdem sehr aktiv, geht viel raus, reist. Dabei werden ihr aber immer wieder Steine in den Weg gelegt – oft genug im ganz wörtlichen Sinn.
Die 53-Jährige sitzt auf einer Bank am Rhein, blickt angestrengt auf die Notizen in großer schwarzer Filzstiftschrift, die sie sich als Vorbereitung für das Treffen mit der RZ gemacht hat. Mit einer speziellen Lupenbrille kann sie sie lesen. Ganz oben steht für sie: Rücksichtnahme.