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MainzUraufführung an ungewöhnlichem Ort: Aufruf zur Liebe im Mainzer Landtag

Andreas Pecht

Dieses Schauspiel stürzt den Zuseher, zumal den überzeugten Demokraten, in tiefe Nachdenklichkeit. Das Staatstheater Mainz hat für die Uraufführung von Björn Bickers Stück „Das letzte Parlament (Ghost Story)“ einen ungewöhnlichen Spielort gewählt: den realen Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtages, derzeit wegen Sanierung des Stammhauses untergebracht im Mainzer Landesmuseum. Dort sitzt nun das Theaterpublikum auf Abgeordnetenplätzen und Tribüne – erlebt 90 Minuten schieren Abgesangs auf den heutigen Parlamentarismus.

Brücken, wie sie sich dem Stückschreiber an diesem Ort bieten, lassen sich nicht erfinden: Just in Mainz, wo 1792 das erste frei gewählte Parlament auf deutschem Boden entstand, tagt der ...

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