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Mainz"Kleiner Mann - was nun?" in Mainz: Wenn Armut verdächtig ist

Andreas Pecht

Manchmal ist die Frage, warum das Theater ein Stück auf den Spielplan setzt, belanglos. Weil es ein gutes Stück ist, mag die Antwort lauten. Oder: Weil es viel Pu-blikum anzieht. In bewegten Zeiten aber gibt die Stückauswahl Hinweise, welche Rolle sich ein Theater in den Turbulenzen realer Gesellschaftsentwicklung zuschreibt. In Mainz hatte jetzt eine Bühnenfassung von Hans Falladas Roman „Kleiner Mann – was nun?“ Premiere. Damit thematisiert das dortige Staatstheater ein wesentliches Moment der aktuellen gesellschaftspolitischen Verwerfungen: die Angst der Mittelschicht vor sozialem Absturz.

Wie bei jeder Bearbeitung von Romanen für Bühne oder Film, stellt sich auch bei Falladas Werk von 1932 die Frage: was weglassen? Die getreue Wiedergabe jener Vielzahl von Details, die ...

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